Evidenzen fuer den Gott der Bibel

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Warum laesst Gott leid zu ?

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1 Warum laesst Gott leid zu ? on Fri Oct 30, 2009 3:08 am

Warum laesst Gott leid zu ?

http://www.nikodemus.net/article.php?article=397

"Nicht wörtlich zitiert, aber sinngemäß sagt die Bibel: "...wenn Gott es nicht will oder zulässt fällt kein Blatt vom Baum...". Wieso lässt Gott dann das Elend und Leid auf dieser Erde zu? Und wenn es der "freie Wille" des Menschen wäre, warum gibt er diesen dem Menschen, wo er doch in seiner Allwissenheit weiß, dass der Mensch, so wie er es tut, versagt und sündigt - oder kann Gott doch nichts dafür tun?"

Einleitung

Diese Frage schneidet ein heftig umstrittenes und noch dazu uraltes Problem an.

Verantwortung und Wille des Menschen

Zunächst zum biblischen Befund:

Von einem freien Willen steht nichts in der Bibel, zumindest nicht wörtlich. Die Willensfreiheit wird besonders wichtig, wenn es um Errettung geht.

Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass der Mensch für seine Sünden verantwortlich ist; in welchem Sinne, das sei dahingestellt. Sicherlich nicht im Sinne unserer heutigen Psychologie, wohl aber so, dass es gerecht ist, wenn der Mensch von Gott gerichtet werden wird.

Die Frage nach Gott und dem Leid

Die Ausgangsfrage, die du gestellt hast, ist in der Theologie allgemein als die Theodizee-Frage bekannt: Muss man Gott für das Unrecht, das Menschen tun, und das Leid, das ihnen geschieht, verantwortlich machen?

Besonders von schwerem Leid Betroffene, deren "unschuldige Kinder" ums Leben gekommen sind, stellen diese Frage. Die Beantwortung ist schwer, kann nicht pauschal gegeben werden, sondern erfordert seelsorgerliches Gespür und Einfühlen in die jeweilige Situation und Person.

Im Alten Testament erlebt der Mensch sowohl Leid als auch Freude als Gaben Gottes. Das Buch Prediger 1 betont diese Erkenntnis, und in Klagelieder 3,38 wird es eindeutig gesagt. Ebenso aber wird klargemacht, dass Menschen, die von Gott als Werkzeuge seines Willens gebraucht werden, für ihre unrechten Taten verantwortlich sind (Habakuk 1,12 und Habakuk 2,Cool.

Ist Gott böse?

Die Frage, die sich uns - jenseits aller theologischen Bemühung - persönlich stellt, ist: Ist Gott der Ursprung des Bösen? Ist Gott vielleicht selbst ebenso böse, wie er gut ist?

Diese Frage muss jeder für sich selbst, im Glauben, beantworten. Früher oder später steht vermutlich jeder einmal vor diesem Problem, und manche sogar öfter in ihrem Glaubensleben. Wir sind von der Bibel her aufgefordert, uns aus der Schrift und aus der Erfahrung mit Gott selbst eine Meinung zu bilden; für sie sind wir vor unserem Gewissen verantwortlich, und auch für die Taten und Haltungen, die daraus folgen. Die Frage nach dem Ursprung des Bösen ist im Grunde schon eine philosophische. Diese Dimension möchte ich hier weglassen.

Die Bibel sagt unzweideutig, dass Gott gut ist und von der Sünde nicht versucht werden kann (Jakobus 1,17), dass er Licht ist und keine Finsternis in ihm (1.Johannes 1,5). Das Böse kam mit Satan in die Menschenwelt, der Mensch ist seither der Herrschaft der Sünde und des Bösen ausgeliefert, von Geburt an, wenn er nicht die Seiten wechselt und sich der Herrschaft Gottes ausliefert. Die Bosheit Satans beginnt mit der Auflehnung gegen Gott, mit dem Hochmut und dem Wunsch, so zu sein wie Gott (vgl. Hesekiel 28 und Jesaja 14,12ff).

Warum lässt Gott das Böse zu?

Ob diese Auflehnung Satans aus freiem Willen kam und wenn ja, weshalb Gott zugelassen hat, dass Satan aus freiem Willen so handelt, darüber erfahren wir nichts. Wir erfahren auch nichts weiter darüber, wie die Willensfreiheit von Adam und Eva beschaffen war und weshalb Gott den Sündenfall des Menschen zugelassen hat.

Tatsache hingegen ist, dass Gott die Geschichte der Welt und der Menschheit erstens vorher gewusst hat und sie zweitens von Anfang an nach seinem Willen geprägt hat, nämlich so, dass aus der scheinbaren Katastrophengeschichte letztlich doch noch eine Heilsgeschichte werden wird.

Zuletzt noch eine Bemerkung zum Willen Gottes. Manche behelfen sich damit, dass sie sagen, Gott veranlasse das Böse nicht, sondern er lasse es bloß zu. Er erlaube quasi dem Menschen, seine Bosheit auszuleben. Damit versucht man, einigermaßen die Allmacht Gottes und die Freiheit des Menschen zu retten. Für mich allerdings macht es keinen Unterschied, ob Gott das Böse veranlasst oder bloß zulässt; wenn er es zulässt, kann man sofort fragen, weshalb er es in seiner Allmacht nicht verhindert.

Soweit meine Antwort. Ich hoffe, sie hilft dir weiter. Mir ist aber bewusst, dass sie auch eine Menge neuer Fragen aufwerfen kann!

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2 Re: Warum laesst Gott leid zu ? on Fri Oct 30, 2009 3:12 am

http://www.jesus.ch/index.php/D/article/87-Lebenshilfe/165-Warum_laesst_Gott_das_Leid_zu/

Immer wieder werden wir mit Katastrophen konfrontiert. Dann taucht auch regelmässig die gleiche Frage auf: "Wenn Gott doch ein Gott der Liebe ist, warum gibt es soviel Leid auf der Welt?"
Diese Frage ist so alt wie die Bibel selbst. Auch der Prophet Habakuk (der heisst wirklich so!) kam ins Grübeln: "Warum muss ich so viel Unrecht mit ansehen, und warum schaust Du untätig zu, wie die Menschen einander das Leben zur Hölle machen?" (Die Bibel, Habakuk, Kapitel 1, Vers 3)

Wer hat das nicht auch schon erfahren? Warum musste dieser Mensch sterben? Warum bin ich krank ? Warum bin ich arbeitslos ? Wo war Gott, als...?

Gott will kein Leid

Es war nie Gottes Absicht, dass Menschen leiden. Die Geschichte des Paradieses am Anfang und der Ausblick auf die "Zeit danach" am Ende der Bibel zeigen uns die Welt, wie Gott sie geplant hat: kein Leid, keine Schmerzen, keine Tränen (ausser Freudentränen), kein Sterben.

Die Antwort auf die Frage nach dem Leiden, findet sich in unserer Freiheit zu entscheiden. Gott hat den Menschen nicht als Marionette geschaffen, sondern als Gegenüber. Er hat uns Massstäbe für optimale Lebensqualität gegeben, die man ernst nehmen kann oder auch nicht. Diese Massstäbe funktionieren ähnlich wie Naturgesetze: Wenn ich sie ignoriere, kommen Menschen zu Schaden. Ich kann zum Beispiel schon sagen, ich ignoriere das Gesetz der Schwerkraft. Wenn jedoch ein Flugzeug abstürzt, werden wir damit konfrontiert. Leiden ist auch die Folge von menschlichen Fehlentscheidungen. Es ist sozusagen die dunkle Seite der menschlichen Freiheit.

Keine heile Welt

Dieser Hang, die falsche Entscheidung zu treffen, wird in der Bibel als "Sünde" bezeichnet. Adam hat damit begonnen und damit wurde die gesamte eigentlich gute Schöpfung mit diesem "Virus" infiziert. Alle und alles sind betroffen. Krankheit, Leid und Tod sind die unzertrennlichen Begleiter der Sünde. Deshalb ist die heutige Welt keine heile Welt mehr. Deshalb kann es jeden von uns treffen. "Es geschieht so viel sinnloses auf der Welt." (Die Bibel, Prediger, Kapitel 8, Vers 14).

Gott spricht durch das Leid

Leid ist also nie, was Gott wollte. Aber jetzt, wo es schon einmal da ist, spricht die Bibel auch davon, dass Gott das Leid braucht, um "eine taube Welt aufzuwecken" (Zitat von C. S. Lewis). Wer fragt eigentlich: "Warum lässt Gott all das Gute zu?" Durch Notsituationen stellen sich Menschen die Frage nach Gott. Kriege, Naturkatastrophen und ander Unglücke führen oft dazu, dass Menschen in ihrer Not wieder beten.

Keine offenen Rechnungen

Eines muss unbedingt erwähnt werden: egal wie viel Unrecht sich in der Weltgeschichte noch ansammeln wird, Gott hat versprochen, keine Rechnung offen zu lassen. Es wird Gerechtigkeit für alle geben. Die Unterdrückten und Gemordeten der Weltgeschichte werden von Gott selber getröstet werden. Nicht das Böse, nicht die Willkür der Mächtigen, sondern ein unbestechlich gerechter Gott wird das letzte Wort haben.

Gott leidet mit

Gott hat durch das Leiden und Sterben von Jesus Christus deutlich gemacht, dass er mit uns leidet. Er erklärt uns nicht alles, er verschont uns nicht vor Leiderfahrungen, aber ist immer der "innig mitfühlende Gott" (Die Bibel Jakobus, Kapitel 5, Vers 11) mit offenem Herzen und offenen Armen für die, die am Leben verzweifeln. Er ist nie weiter als ein Gebet von unserer Zerbrochenheit entfernt.

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3 Re: Warum laesst Gott leid zu ? on Fri Oct 30, 2009 3:16 am

Wieso lässt Gott Krankheit zu?

http://www.jesus.ch/index.php/D/article/651-Gesundheit/29029-Wieso_laesst_Gott_Krankheit_zu/

Wieso gibt es so viel Krankheit und Leid auf dieser Welt? Weshalb lässt Gott das zu? Wenn er wirklich allmächtig ist, könnte er die Menschen doch davon befreien. Drei Denkanstösse, warum auch Krankheit zum Leben gehört.
1. Der Körper ist dem Verfall und dem Tod preisgegeben
Der Theologe Claus Westermann betont „die auffällige Tatsache, dass die menschliche Arbeit immer in irgendei ner Weise mit Mühe, mit Last, eben mit Schweiss und Dornen verbunden ist.” Die Mühen des Lebens begleiten den Menschen bis zum Tod. Der Körper ist nicht so, wie Gott ihn ursprünglich schuf. Im Garten Eden, als sich Adam und Eva Gottes Willen widersetzten, geschah ein Bruch. Seitdem können die Menschen zwischen Gut und Böse unterscheiden, können entscheiden, ob sie mit oder ohne Gott leben wollen. Die Welt ist nicht mehr perfekt, so wie sie es noch im Garten Eden war. Es gibt nun auch Leid und Krankheit. Das Leben auf der Erde ist beschränkt, jeder muss einmal sterben. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus dann den Menschen die Möglichkeit gegeben, zurück zu Gott zu kommen. Dadurch, dass er für ihre Sünden starb, wurden die Menschen auf einen Schlag frei von aller Schuld. Trotzdem erleben auch die, welche an Jesus glauben und mit ihm leben, immer wieder Krankheiten und schwierige Zeiten. Sie können aber anders mit Krankheit umgehen: Sie wissen, dass das Leiden zu Gottes Wirken in ihren Leben gehört. Gott erspart Prüfungen nicht, aber er gibt Kraft, die fähig macht, Leiden in Sieg und Herrlichkeit zu verwandeln.

2. Der Körper wartet auf seine Erlösung
Der Tod von Jesus Christus am Kreuz hat die Sünden weggenommen, aber die Folgen der Sünde sind noch da. Doch es wird einmal anders sein. Die Bibel spricht in Offenbarung 21,4 davon: „Gott wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Angst und Schmerzen wird es nie mehr geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.” Alle, die sich für Jesus entschieden haben, werden nach dem Tod bei Gott weiterleben. Dort gibt es keine Ungerechtigkeit, kein Leid, keine Krankheit mehr. Bis es soweit ist, wird es in jedem Leben dann und wann weiter Leid, Geschrei und Schmerzen geben, egal, wie gross der Glaube und wie inbrünstig die Gebete sind. Eines Tages, so sagt es die Bibel, wird Gott aber selber alle Tränen (im Griechischen heisst es wörtlich „jede einzelne Träne”) abwischen. An jenem Tag wird es kei ne nassen Augen mehr geben.

3. Der Körper als Werkzeug Gottes
Der Apostel Paulus war einer, der sein Leben kompromisslos für Gott lebte. Das Wichtigste für ihn war, dass Christus in jeder Situation „ver herrlicht werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod“. Für Paulus war es eine Nebensa che, ob er lebte oder starb. Wichtig war allein, dass er auch mit seinem Körper Christus die Ehre gab. Er verstand seinen Körper als ein Werkzeug Gottes. Für ihn war es nicht wichtig, ob er gesund oder krank war. Hauptsache war, dass Gott durch sein Leben geehrt wurde und er möglichst vielen Menschen davon erzählen konnte, dass noch mehr gibt als die Welt voller Krankheit und Leid, in der sie leben. Doch keine Angst: Gott verlangt von den Menschen nicht, dass sie Krankheit und Leid jederzeit bedingungslos akzeptieren. Er wird nicht böse, wenn man ihn um Heilung bittet. Gott kann heilen. Und er tut es auch. Nur geht es am Ende um mehr als körperliche Gesundheit.

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4 Re: Warum laesst Gott leid zu ? on Fri Oct 30, 2009 3:23 am

http://www.glaube.de/artikel/thema///paul_kroll_warum_laesst_gott_leid_zu-1.html

Tragödien suchen Heilige und Sünder gleichermaßen heim. Ist Gott fair? Macht es ihm was aus?


Wenn wir an Gott glauben, müssen wir uns fragen, warum er nicht sinnloses Leiden von unserem Planeten eliminiert. Ja, warum macht er diese schlechte Welt nicht gut? Warum stoppt er Menschen, die Schaden anrichten, nicht?

Wenn sich Gott wirklich kümmert, so stellte der Schriftsteller Philipp Yancey in seinem Buch Disappointment with God (Von Gott enttäuscht) die Frage, "Warum kommt er nicht herab und bringt die Dinge, die schief laufen, in Ordnung - wenigstens einige davon?"

Rabbi Harold Kushner stellte in seinem Bestseller When Bad Things Happen to Good People (Wenn guten Menschen Böses widerfährt) dieselbe Frage. Er berichtete von einer persönlichen Tragödie, die ihn dazu brachte, alles, was er bisher über Gott geglaubt und ihm beigebracht worden war, neu zu überdenken.

Sein Sohn Aaron starb im Alter von 14 Jahren an Progerie, der Krankheit der vorzeitigen Vergreisung. Aaron war klein von Gestalt, hatte eine Glatze und schaute aus wie ein alter Mann, obwohl er noch ein Kind war.

Warum mussten die Kushners diese Tragödie erleiden? Sie waren anständige Menschen und haben dies nicht verdient. Rabbi Kushner rang mit dieser Frage. Er fragte in seinem Buch: "Wenn Gott existiert, wenn er minimal fair, geschweige denn liebevoll und voll Vergebung ist, wie konnte er mir das antun?"

Warum leiden unschuldige, durchschnittliche, nette Menschen? Warum sollte irgendjemand leiden? Dies ist eine Frage, die im Laufe der Zeitalter immer wieder gestellt wurde. Es mag die wichtigste Frage unseres Lebens sein. "Es gibt nur eine Frage, die wirklich eine Rolle spielt", schrieb Kushner, "warum widerfährt guten Menschen Böses?"

Wie also sollen wir unsere Welt, unsere Leiden verstehen? Herr Yancey erforschte diese Fragen in seinem Buch Von Gott enttäuscht. Er musste zugeben: "Ich wusste, ich würde mich Fragen gegenübersehen, die keine einfachen Antworten haben - die in der Tat keine Antworten haben mögen.

Die Fragen zum Thema "Leid" betreffen uns alle auf irgendeine Weise. Auch wenn wir oder unsere Familie vor tragischen Unfällen und Krankheiten verschont bleiben, haben wir andere Kreuze zu tragen. Vielleicht ist es Einsamkeit, Zurückweisung, drückende Armut, eine zerbrochene Beziehung, eine schwierige Kindheit, Angst und Schuld. Und keiner von uns entkommt der letztendlichen Tragödie - dem Tod. Warum ist die Welt - unser Leben - voller Leid?

Gott droben, Tragödie unten
Ein Artikel wie dieser kann nicht alle Aspekte über menschliches Leid behandeln. Er kann jedoch etwas Hilfreiches bieten, indem er unsere Gedanken in eine bestimmte Richtung lenkt. Einer der Schlüssel ist, zwischen dem, was Gott ist und was das Leben bringt, zu unterscheiden.

Gott ist fair, aber das Leben ist manchmal nicht fair. Gott ist gut, aber Menschen tun oft Böses. Gott ist vollkommen, aber wir machen Fehler, die uns teuer zu stehen kommen. Solange Menschen Böses oder böse Dinge tun, werden andere Menschen verletzt werden. Wenn ein Räuber Sie erschösse, würden Sie und Ihre Familie leiden.

Solange Menschen Fehler machen, wird es Leid geben. Wenn wir nur diese eine Entscheidung oder Tat, die so viel Leid verursacht hat, rückgängig machen könnten. O, wenn wir einen winzigen Fehler eliminieren könnten! Aber das geht nicht. Solange die Natur ist, wie sie ist, wird sie sich als beides, Dr. Jekyll und Dr. Hyde, manifestieren. Wir werden sowohl mit Regen für unsere Ernten gesegnet, als auch durch Taifune, die überschwemmen, zerstören und töten, verflucht. Solange wir physisch sind und dem Verschleiß unterliegen, werden Krankheit und Tod unser Schicksal sein.

Anständige Menschen werden oft leiden, und jene, die schreckliche Übel begehen, werden oft gedeihen. Jesus wies darauf hin, als er sagte, dass der Regen auf "Gerechte und Ungerechte" fällt (Mt 5,45).

Stellen wir uns vor, wie die Welt aussehe, wenn sie so fair wäre, wie wir das gerne hätten. Es würden keine Unfälle, keine kriminellen Handlungen passieren, keine Naturkatastrophe würde uns in Mitleidenschaft ziehen. Diese Art von Welt würde keine Logik haben. Die Naturgesetze, die Ursache und Wirkung regulieren, würden in jeder Situation unterschiedlich sein müssen.

Würde Gott der Sorglosigkeit und Unverantwortlichkeit Einhalt gebieten? Würde er jeden vor Verletzungen und Krankheiten bewahren? Wie steht es mit dem Tod? Würde Gott den Tod abschaffen? Er müsste es tun, um Sorge und Leid zu eliminieren.

Während unseres ganzen Lebens wären wir wie hilflose Babys, stets unter den intervenierenden Augen unseres geistlichen Elternteils - Gott. Wir wären nicht mehr länger freie, moralisch verantwortliche oder denkende Wesen, welche die Erlaubnis haben, mögliche Handlungsweisen ins Auge zu fassen und Entscheidungen zu treffen.
Wir mögen übereinstimmen, dass eine Welt ohne Leid ein bisschen wie eine Fantasie aussieht. Doch die Frage nach Gottes Fairness lässt sich nicht leicht verdrängen, wenn wir so viel Leid in der Welt sehen.

Gottes Perspektive
Paulus befasste sich mit dieser Frage im Römerbrief, Kapitel 9. Er tat dies im Rahmen einer wichtigen Frage: Warum waren in der Kirche des Neuen Testaments nur wenige zum Heil berufen? War Gott ungerecht, als er zu dieser Zeit nicht allen Menschen das Heil anbot? Warum blieb die große Mehrheit "ohne Hoffnung und ohne Gott in dieser Welt" (Eph 2,12)?

Paulus erklärte Gottes Sicht der Dinge, indem er das Beispiel des Pharao zur Zeit des Exodus zitierte. Indem er Israel von der Sklaverei in Ägypten befreite, zerstörte er in der Folge die ägyptische Nation. Aber war das nicht unfair? Paulus stellte die Frage: "Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne! Denn er spricht zu Mose: ?Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich?" (Röm 9,14-15).

Die Israeliten hätten sicherlich gesagt, dass Gott fair war! Endlich waren sie frei von der Sklaverei. Das Leben sah für sie jetzt rosig aus. Aber wenn wir der Pharao oder die Ägypter gewesen wären, würde unsere Einstellung ganz anders gewesen sein. Unsere sichere Welt war gerade aus den Fugen geraten. Unsere Ernten waren zerstört worden. Unsere jungen Männer waren massakriert worden und waren im Kampf ertrunken. Unsere Herden waren geschlachtet, unsere erstgeborenen Söhne getötet worden.

Wären wir zu der Zeit Ägypter gewesen, wäre nur eine Schlussfolgerung möglich gewesen: Gott (oder irgendeine Anzahl von Göttern) war uns gegenüber grob unfair. Hier griff Gott barmherzig in menschliche Angelegenheiten ein, um das Leben für die ganze Nation besser zu machen - für die Israeliten. Aber es gab immer noch etwas Unfaires im ganzen Schema der Dinge. Eine andere Nation - Ägypten - war gedemütigt und zerstört worden.

Paulus hatte auf diesen offensichtlichen Widerspruch des Lebens nur eine Antwort. Wir müssen auf Gott vertrauen, dass er seinen Plan ausführt, wie er es für richtig hält. Und gewiss, Gott hat einen Heilsplan für alle Menschen.

Keine Antwort auf das "Warum?"
Paulus hatte auf die Frage nach Gottes Fairness geantwortet. Aber er hat die Frage nicht direkt beantwortet. Seine Antwort an seine Zuhörer bestand im Nachfragen: Warum stellt ihr überhaupt diese Frage?

Die Antwort des Paulus war ein scharfer Tadel: "Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich so" (Röm 9,20)?

Aber wir haben nicht das Recht, Gott zu fragen: "Warum hast du mich so gemacht, dass ich Krebs bekomme oder einen Schlaganfall erleide? Warum war ich kein Tongefäß mit einem anderem Design?"

Paulus weigerte sich, direkt die Frage nach dem "Warum?" zu beantworten. Er verteidigte Gottes Weisheit und Gerechtigkeit. Paulus schrieb: "O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege" (Röm 11,33)!

Paulus bestand drauf: Egal, worin unser Leiden besteht, wir müssen akzeptieren, dass Gott weise, barmherzig und gerecht ist. Paulus sagte, dass Gott menschliches Leiden erlaubt, weil er Gott ist. Gott ist so groß, seine Gedanken sind so viel höher als unsere, dass menschliche Logik für seine Handlungen nicht anwendbar ist.

Es gibt auf das Leiden nicht immer eine klare Antwort nach dem "Warum". Es ist wirklich die falsche Frage. Ein spezifisches "Warum" schaut auf etwas zurück, das wir nicht mehr ändern können. Wir müssen nach vorne schauen, indem wir uns fragen: Welchen Zweck hat das Leben, so unfair es auch manchmal scheinen mag? Welche Zukunft hat Gott über dieses Leben des Leidens hinaus?

Wir sollten Gott richtig verstehen. Er ist kein Befürworter von Leid um des Leidens willen.

Gott hasst Leiden
Ein Beispiel: Vor mehr als 2500 Jahren begutachtete Jeremia das Gemetzel in der Stadt Jerusalem, das von den Babyloniern eingenommen wurde. Im Inneren der belagerten Stadt hatten hungernde Mütter ihre toten Kinder gegessen.

Jeremia sah über das Leiden einer sündigen und sterbenden Generation hinaus auf eine hoffnungsvolle Zukunft. "Denn der Herr verstößt nicht auf ewig", sagte er (Kl 3,31), "sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte. Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen (V. 32-33).

Aber es geschah in Jesus Christus, dass Gott seine Einstellung gegenüber menschlichem Leid zeigte. Er demonstrierte ein für allemal, dass er sich um uns kümmert, indem er seinen eigenen Sohn auf diese Erde sandte.

Jesus lebte, erlitt Qualen und starb nach den Regeln des Lebens, nach denen wir auch leben und leiden. Es war in der Tat Gott im Fleisch, der kam, um mit uns zu leiden. Es war das größte Beispiel von Gotte Liebe, das überhaupt möglich ist. Jesus Christus sagte selber: "Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde" (Joh 15,13).

Weniger als 24 Stunden nach diesen Worten gab dieser Jesus, als fleischgewordener Gott, sein Leben für die ganze Welt hin. Er litt und starb für Menschen, um ihre Sünden zu vergeben und das Heil für die Gläubigen zu eröffnen. Johannes bezeugte diesen Tod Gottes im Fleisch. Das Opfer Jesu Christi stellte Liebe beispielhaft dar. Johannes drückte es beredt aus: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben" (Joh 3,16).

In der Kreuzigung ließ Gott für immer die Vorstellung verstummen, dass er sich um uns in unserem Leiden nicht kümmert. In der zukünftigen Auferstehung der Gerechten wird Gott ihnen unsterbliche Leiber geben und ihr Leben frei von Leiden machen. Die Gefolterten, die Opfer von Krebs, die Ungeliebten, die Gelähmten, die Verlorenen und die Einsamen - jeder, der gelitten hat und leidet - wird nicht mehr länger leiden.

Gott wird Leid und Tod im Sieg des ewigen Lebens verschlingen. Er wird der Gott sein, der sich um uns sorgt, den man sehen kann, der sich kümmert. Dann wird Gott der gan¬zen Menschheit bekannt werden. Er wird als Heiler und Lebensspender fungieren, als Einer, der kein Gefallen an menschlichem Leiden hat.

In dieser neuen Welt, die in den letzten Kapiteln des Buches der Offenbarung beschrieben wird, wird Gott bei seinem Volk wohnen. Offenbarung 21 sagt uns: "Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen" (V. 4).

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5 Re: Warum laesst Gott leid zu ? on Fri Oct 30, 2009 3:27 am

Krankheit und Heilung in der Bibel

http://www.die-bibel.de/wissen/botschaft-der-bibel/krankheit-heilung/

Wenn einen Menschen eine schwere Krankheit trifft, so stellt sich oft die Frage nach dem Warum. »Warum muss ich so leiden?« – »Warum lässt Gott das zu?«

Auch die Bibel kennt diese bohrenden Fragen, die leicht zweifeln lassen an Gottes Güte, zumal man in biblischen Zeiten den Krankheiten noch viel hilfloser gegenüberstand als heute. Man behandelte mit Kräutern, Pulver, Balsam und Salben, was bei äußerlichen Krankheiten einen gewissen Erfolg brachte. Inneren Erkrankungen und Seuchen dagegen war man beinahe machtlos ausgeliefert.

Als letzter Urheber von Krankheiten galt Gott, der Herr über Leben und Tod. Die Krankheit selbst konnte als Zeichen von Gottes Zorn und damit als Folge von Sünden gesehen werden – persönliche oder Sünden der Vorfahren. So verbreitete sich die Meinung, ein Kranker müsse ein Sünder sein.

Doch es gibt auch andere Stimmen. Das Buch Ijob/Hiob wendet sich gerade gegen die Vorstellung, einem Menschen widerfahre nur, was er durch seine Taten an Gutem oder Schlechtem verdient habe.

Ijob, die Hauptperson dieses Buches, das zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur zählt, wird unschuldig von großem Leid und schwerer Krankheit heimgesucht. In einer Rahmenerzählung (Ijob 1-2,10 + 42,10-17) wird Ijobs Krankheit als Prüfung geschildert, die Ijob besteht, indem er Gott trotz allem treu bleibt. In den anderen Kapiteln, der so genannten Ijobdichtung, dagegen reagiert Ijob mit Aufbegehren. Gegenüber seinen Freunden, die sein Leiden als Strafe für verborgene Sünden oder als Erziehungsmaßnahme deuten, beharrt er auf seiner Unschuld und wendet sich anklagend an Gott selbst, der ihm schließlich antwortet.

Allerdings gibt Gott nicht einfach Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Leidens. Gott weist Ijob auf die Wunder und Geheimnisse der Schöpfung hin, die von seiner überlegenen Weisheit zeugen und Menschen ermutigen können, Gott zu vertrauen, auch wenn er sie dunkle und unverständliche Wege führt. Gott und sein Handeln bleiben für Menschen unbegreiflich, weil menschliche Maßstäbe dafür nicht angemessen sind. Deshalb ist Ijob mit seinen Fragen und seinem Aufbegehren Gott näher als seine Freunde, die meinen, fertige Antworten zu haben. Vor dem heiligen Gott erkennt Ijob seine Begrenztheit als Geschöpf, erfährt aber auch, dass sich der Schöpfer ihm persönlich zuwendet und ihn mit all seinen Zweifeln und Klagen annimmt.

Nach dem Verständnis der Bibel kommt Heilung ausschließlich von Gott, selbst wenn er sich zusätzlich menschlicher Heilkunst bedient. Auch Jesus heilt in der Kraft Gottes und zeigt durch seine Taten, dass Gott das Leid des Menschen nicht will. Da der biblische Glaube die Wirklichkeit als Einheit sieht, ist Heilung zugleich Vergebung. Gebet und Glaube schaffen die Voraussetzungen zur Heilung. Für den Glaubenden ist jede Heilung zugleich ein Wunder, in dem sich die heilmächtige Kraft Gottes offenbart und das auf die letzte Vollendung vorausweist, in der es »keine Klage und keine Quälerei« mehr geben wird (Offenbarung 21,4).

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