Evidenzen fuer den Gott der Bibel

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Kosmologische Argumente fuer die Existenz Gottes

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Kosmologisches Argument für die Existenz Gottes

http://www.wissen-werte-weltverstehen.de/fileadmin/module/Kosmologie/www_0303_Kosmologie.pdf



Last edited by ElShaddai888 on Mon Sep 28, 2009 7:00 am; edited 1 time in total

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Kosmologisches Argument – eine erste Ursache

http://www.earthharvest.org/de/ApologetikChristlicheReligionBibel/GibtEsEinenGott/9GottIntelligenteDesign-Vers-Entwicklung.htm

Wenn etwas existiert, so muss das existieren, was notwendig ist, damit das Ding existiert.

Das Universum existiert.

Es muss das existieren, was notwendig ist, damit das Universum existiert.

Was notwendig ist, damit das Universum existiert, kann nicht innerhalb des Universums existieren oder durch Raum und Zeit begrenzt sein.

Daher muss das, was notwendig ist, damit das Universum existiert, über Raum und Zeit stehen.

Immanuel Kant, der berühmte preußische Philosoph (1724-1804), rechtfertigte seinen Agnostizismus mit folgenden seiner Ansicht nach vorliegenden Widersprüchen zwischen Zeit (A) und Kausalität (B):

A. Zeit:
These: Das Universum muss einen Anfang gehabt haben, sonst ist bisher eine unendliche Zahl von Augenblicken vergangen. Das ist aber unmöglich, da ein unendlicher Wert nicht überschritten werden kann.

Antithese: Das Universum kann aber nicht in der Zeit begonnen haben, denn sonst gab es Zeit vor Anbeginn der Zeit, was unmöglich ist.

B. Kausalität:
These: Nicht jede Ursache hat eine Ursache, sonst würde die Reihe nie beginnen, die sie begonnen hat. Folglich muss es eine erste Ursache geben.

Antithese: Eine Reihe kann jedoch keinen Anfang haben, da alles eine Ursache hat. Folglich kann es keine erste Ursache geben.

Analyse:
Was Kants Kausalitätsantinomie (Paradoxon) angeht, so braucht nicht alles eine Ursache, sondern nur kontingente bzw. begrenzte Wesen. Das zwangsläufig existierende bzw. erste bzw. ewige Wesen bedarf keiner Ursache.

Kant argumentierte, dass ein unendliches Wesen sich nur in einem unendlichen Universum widerspiegeln könne. Wie das Universum entstand, sei unwesentlich, da es nicht durch unsere Sinne erfahren werden kann (Spürbarkeit). Für Kant sind die universellen Eigenschaften, die jede Erscheinung der Dinge vor unserem Verstand gestalten, die apriori transzendenten Erscheinungsbedingungen, die anscheinend analog sind zu Platos Formen (Eidos) bzw. Universalelementen, die der physischen Erscheinung zu Grunde liegen.

Nach Kant gibt es zwei Bedingungen, die für jede Wahrnehmung gelten: Raum und Zeit. Weder Raum noch Zeit können als eine Realität gelten, die völlig außerhalb von uns existiert. Wir beobachten Raum oder Zeit nicht einfach nur als Zuschauer. Sie sind irgendwie Teil unseres vorprogrammierten inneren Bewusstseins.

Für Kant muss der Raum als Voraussetzung gegeben sein. Wir können uns nicht vorstellen, dass Raum außerhalb von uns selbst existiert, ohne dass wir genau das voraussetzen, was wir uns vorzustellen versuchen. Die ursprüngliche Repräsentation von Raum ist eine apriori-Intuition. Raum ist eine Vorstellung, die in unserem Verstand vor der Erfahrung besteht. Gleichermaßen ist Zeit keine empirische Vorstellung, die aus einer Erfahrung abgeleitet worden ist. Die Zeit ist eben auch eine Vorstellung, die in unserem Verstand apriori, d. h. vor der Erfahrung besteht. Nur weil wir Raum und Zeit empirisch erfahren, bedeutet das nicht, dass sie objektiv real sind. Sie sind Teil der Struktur unseres Bewusstseins und nicht Dinge, die das Bewusstsein ursprünglich außerhalb seiner selbst entdeckt. Kant drückt dies durch die Formulierung aus, dass Raum und Zeit transzendental ideal sind.

Kants Vorstellung von einem unendlichen Universum (eine Vorstellung, die auch Aquinas teilt, der die Ansicht vertrat, dass es keinen Grund gibt, warum Gott selbst seiner eigenen Schöpfung in der Zeit vorausgehen muss) ist grundsätzlich im Einklang mit dem Modell des konstanten Zustandes des Universums, das ein unendliches Universum zu Grunde legt, eines, in dem die Erschaffung von Materie ein Akt, ja sogar ein Gesetz der Natur ist, und nicht ein einmaliges Wunder von außerhalb der Natur. Es gibt eine kontinuierliche, spontane Selbsterschaffung neuer Materie. Für Fred Hoyle, einer der drei britischen Astrophysiker, die das Modell des konstanten Zustandes erfanden, „ist das Universum alles“. Nichts kann über das Reich der Natur hinausgehen.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat die Wissenschaft mit Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie Kants Sicht von Raum und Zeit, von einem unendlichen Universum, widerlegt, indem sie zeigte, dass Raum und Zeit physikalische Eigenschaften und als solche begrenzt sind. Diese unfassbaren Eigenschaften oder „Noumena“, wie Kant sie bezeichnete, sind empirisch (wahrnehmbar und als solche meßbar) geworden.

Das Universum ist nicht unendlich:

Funde aus dem Cosmic Background Explorer Satellite [„Kosmischer Hintergrunderforschungsatellit“] (COBE) lieferten aussagekräftige Beweise dafür, dass jegliche Materie, Energie, Raum und Zeit hervorbrechen aus einem Zustand unendlicher oder beinahe unendlicher Dichte, Temperatur und Druck. Das ganze Universum kann auf eine Singularität zurückgeführt werden, eine unendlich zusammengeschrumpfte Stelle, die die Grenze darstellt, an der der Raum zu existieren aufhört bzw. an der der Raum entsteht.

Die Urknalltheorie behauptet, dass alles Potential des Kosmos, ungefähr vierzig Milliarden Galaxien, aus einem Punkt kamen, der kleiner ist als ein Proton, das ein leerer quantenmechanischer Wahrscheinlichkeitsrahmen namens Skalarfeld war. Ferner enthielt diese leere Stelle, ein „falsches Vakuum“, nicht nur das potentielle eine Universum, sondern 100 Millionen Universen. Wie Gregg Easterbrook es poetisch schön beschrieben hat: Wenn Sie an den Urknall glauben, "glauben Sie, dass sich das Universum, als der ‚Big Bang’ ertönte, in weit weniger als einer Sekunde von einem Stecknadelkopf zu seiner kosmologischen Größe ausweitete – wobei der Raum selbst in einem Sturzbach reiner Physik nach außen raste, und die Bugwelle des neuen Kosmos sich mit billionenfacher Lichtgeschwindigkeit vorwärts bewegte. Sie glauben, dass dieser Prozess derart gewaltige Verzerrungen entfesselte, dass das ausschlüpfende Universum einen Moment lang zu einem surrealen Grad gekrümmt war. Die extreme Krümmung ließ aus der Quantenunterwelt normalerweise seltene ‚virtuelle Teilchen’ in überreicher Zahl entstehen, und der Stoff, aus dem die Dinge sind, wurde ‚praktisch aus dem Nichts erschaffen’, wie die Zeitschrift Scientific American es einmal formuliert hat“ (Gregg Easterbrook, “Science Sees The Light” [Die Wissenschaft erblickt das Licht], the New Republic, 12. Oktober 1998).

Indizien für den Urknall:

A. Die Hubble-Expansion des Universums. Hubble entdeckte eine lineare Beziehung zwischen der Entfernung zu einer entlegenen Galaxie und ihrer Rotverschiebung. In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts beobachteten Astronomen, dass das Licht aus entlegenen Galaxien in Richtung der längeren bzw. roten Wellenlängen des Spektrums verschoben wurde, was als schnelles Auseinanderdriften der Galaxien interpretiert wurde. Eine Blauverschiebung hingegen hätte bedeutet, dass die Galaxien sich aufeinander zubewegen.

B. 1965 entdeckten Radioastronomen schwache Radiowellen, egal wohin sie ihre Radioteleskope ausrichteten. Dies bestätigte die Vorhersage von George Gamow, Ralph Alpher und Robert Herman aus den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts, wonach, wenn das Universum sich ausdehnt aus einer Singularität, eine schwache Hintergrundstrahlung von diesem Ereignis in Höhe von ein paar Grad über dem absoluten Nullpunkt überall am Himmel existieren muss. Dieses Indiz für ein Urknallmodell wurde 1992 und 1993 weiter bestätigt vom COBE-Satelliten. Der COBE-Satellit zeigte, dass die kosmische Hintergrundstrahlung dem Spektralprofil eines perfekten Strahlenkörpers über den gesamten Wellenlängenbereich hinweg auf mehr als 0,03 Prozent genau entspricht und als solche eine halbe Milliarde mal entropischer (effizienter in der Energieverteilung) ist als eine brennende Kerze, die eine spezifische Entropie von ungefähr 2 hat. Nur ein sehr heißer Urknall kann die riesige spezifische Entropie des Universums erklären. Dies hat der Vorstellung eines zyklisch sich ausdehnenden und wieder zusammenziehenden Universums für immer eine Ende gesetzt. Es beweist, dass das Universum sich nur ausdehnt.

C. Die verifizierten Vorhersagen der Synthese leichter Elemente in den ersten Minuten des Urknalls. Der universelle Reichtum an Helium, bemerkenswert konstant von Galaxie zu Galaxie, bezeugt einen gemeinsamen kosmologischen Ursprung. Deuterium wird in Sternen zwar vernichtet, nicht aber erzeugt, doch Spuren von Deuterium werden überall im interstellaren Medium beobachtet, ebenso wie eine Fülle von Lithium, die ebenfalls auf einen gemeinsamen Schöpfungsnenner hinweisen.

Zeit ist eine physikalische Eigenschaft mit einem Anfang:

In seiner speziellen Relativitätstheorie schlägt Einstein vor, dass das Messintervall zwischen zwei Ereignissen davon abhängt, wie der Beobachter sich bewegt. Immer wenn zwei Beobachter sich relativ zueinander bewegen, kommt es zu einer Zeitdehnung. Atomuhren können die Verschiebung der Zeitdehnung bei Flugzeuggeschwindigkeit messen, die bei der typischen Reise nur ein paar Nanosekunden beträgt. Wenn ein Astronaut mit fast Lichtgeschwindigkeit zu einem nahegelegenen Stern reist und zur Erde zurückkehrt, ist der Astronaut vielleicht nur ein Jahr unterwegs gewesen, doch nach der Rückkehr des Astronauten sind auf der Erde je nach Reisegeschwindigkeit ca. zehn Jahre vergangen.

Geschwindigkeit ist eine Möglichkeit, in der Zeit vorauszuspringen. Schwerkraft ist eine andere. In seiner allgemeinen Relativitätstheorie sagte Einstein voraus, dass die Schwerkraft die Zeit verlangsamt. Einsteins Theorie wurde auf die Probe gestellt von Arthur Eddington als er im 1. Weltkrieg (am 29. Mai 1919) eine Expedition nach Nordbrasilien entsandte, um die Krümmung des Lichts des Hyaden-Clusters durch die Sonne während einer Sonnenfinsternis zu messen (David Bodanis, „E=mc²“). Die Uhren laufen schneller unter dem Dach oder im nahegelegenen Weltraum als auf dem Boden. Der Effekt ist minimal, ist aber von hochgenauen Uhren gemessen worden (Paul Davies, “How To Build A Time Machine” [Wie man eine Zeitmaschine baut], Scientific American, September 2002, Seite 52).

Je schwerer ein Stern, desto mehr wird die Zeit verlangsamt. Auf der Oberfläche eines Neutronensterns wird die Zeit um ca. 30 Prozent verlangsamt gegenüber der Zeit auf der Erde. Auf der Oberfläche eines schwarzen Lochs steht die Zeit still im Vergleich zur Erde. Wenn Sie in ein in der Nähe befindliches schwarzes Loch fallen würden, würden Sie im schnellen Intervall der Zeit die Oberfläche erreichen, vom „Ereignishorizont“ zur Oberfläche der Singularität, und die ganze Ewigkeit im Universum wäre vergangen. Science–Fiction-Geschichten zeigen regelmäßig Raumschiffe, die in die Nähe eines schwarzen Lochs geraten und weit in die Zukunft katapultiert werden.

Einstein bekannte seine Besorgnis angesichts des Gedankens, dass seine Relativitätstheorie unter gewissen Umständen eine Reise in die Vergangenheit gestatten könnte. Quanteneffekte würden in Zeitreisesituationen vorherrschen laut der Argumentation von David Deutsch (“The Fabric of Reality” [Struktur der Realität], Seite 312). „Typische mögliche Versionen einer Quantentheorie der Schwerkraft gestatten nicht nur die Existenz vergangenheitsorientierter Verbindungen im Multiversum, sondern sagen auch vorher, dass diese Verbindungen sich ständig spontan bilden und zerbrechen. Dies geschieht durch Raum und Zeit hindurch, jedoch nur in einem submikroskopischen Ausmaß. Der typische, von diesen Effekten gebildete Pfad ist 10-35 Meter breit, bleibt offen für eine Planck-Zeit (ca. 10-43 Sekunden) und reicht daher nur ca. eine Planck-Zeit in die Vergangenheit hinein.“

Vielleicht kann die nächste Generation von Teilchenbeschleunigern subatomare Wurmlöcher erzeugen, die lange genug überleben, damit in der Nähe befindliche Teilchen vorübergehende Kausalschleifen ausführen können. Dies ist jedoch zu bezweifeln angesichts des gewaltigen erforderlichen Energieaufwandes. Passierbare stabile Wurmlöcher sind heute noch lediglich Sciene Fiction.

Auf der Grundlage der allgemeinen Relativität haben Hawking, Penrose und Ellis einen „Raum-Zeit-Entwurf“ präsentiert, der postuliert, dass die Dimensionen Länge, Breite, Höhe und Zeit erst existieren, seitdem das Universum sich ausdehnt. Nach diesem Theorem hat die Zeit tatsächlich einen Anfang.

Dennoch ist Steven Hawking in „A Brief History of Time“ [Eine kurze Geschichte der Zeit] nicht ganz sicher, ob die Zeit einen Anfang hat und als solche ein Kantsches „Noumenon“ ist. Er sagt: „Mit dem Erfolg wissenschaftlicher Theorien bei der Beschreibung von Ereignissen glauben die meisten Leute, dass Gott das Universum sich entwickeln lässt nach einer Reihe von Gesetzen und nicht in das Universum eingreift, um diese Gesetze zu brechen. Die Gesetze sagen uns jedoch nicht, wie das Universum ausgesehen haben soll, als es begann – es ist also immer noch Gottes Sache, das Uhrwerk aufzuziehen und zu entscheiden, wie es in Gang gesetzt wird. Wenn das Universum einen Anfang hatte, dürfen wir annehmen, dass es einen Schöpfer hat.

Entsprechend ihrer Definition ist „Zeit“ der Bereich bzw. die Dimension, in der Phänomene von Ursache und Wirkung stattfinden (Hugh Ross, “The Creation and the Cosmos” [Schöpfung und Kosmos]). „Wenn der Beginn der Zeit mit dem Anfang des Universums zusammenfällt, wie dies nach dem Raum-Zeit-Theorem der Fall ist, dann muss die Ursache des Universums eine Wesenheit sein, die in einer Zeitdimension operiert, welche vollständig unabhängig ist von der Zeitdimension des Kosmos und vor dieser existiert hat. Die Schlussfolgerung ist von durchschlagender Bedeutung für unser Verständnis davon, wer Gott ist und wer oder was Gott nicht ist. Sie sagt uns, dass der Schöpfer transzendent ist und jenseits der dimensionalen Begrenzungen des Universums handelt. Sie sagt uns, dass Gott weder das Universum selbst ist, noch dass Er im Universum enthalten ist. Der Pantheismus und Atheismus stimmen nicht mit den Fakten überein.“

Quantenansatz für den Ursprung des Universums:

Hawking und Penrose haben bewiesen, dass die klassischen Gleichungen der Allgemeinen Relativität „absolut erforderlich machen, dass es eine Singularität bei der Geburt des Universums gab, einen Punkt, an dem die Zeit begann. Es gibt im Rahmen der klassischen Allgemeinen Relativität keine Möglichkeit, dem Singularitätsproblem auszuweichen. Wenn Singularitäten im realen Universum vermieden werden sollen, besteht die einzige Hoffnung in der Verbesserung der Relativitätstheorie durch die Einbringung der Effekte der Quantentheorie und die Entwicklung einer Quantentheorie der Schwerkraft" (John Gribbin, “In Search of The Big Bang – Quantum Physics and Cosmology” [Auf der Suche nach dem Urknall – Quantenphysik und Kosmologie], Kapitel “A Seeker of Singularities” [Der Singularitätensucher]).

Nur durch die Heranziehung eines Quantenansatzes für den Ursprung des Universums kann man das Ganze nicht beweisen, und das ist sowieso eher ein zusätzliches philosophisches Theorem als Wissenschaft. Mit der Quantenmathematik kann man berechnen, wie Atome und subatomare Teilchen sich verhalten, doch die Anwendung der Quantenmathematik auf das gesamte Universum ist nahezu unmöglich, da die Quantentheorie nicht erklärt, wie ein Teilchen oder ein System von Zustand A in Zustand B übergeht. Nach der Kopenhagener Auslegung der Quantenphysik existiert ein System bei seiner Betrachtung in einer Superposition [„Überlagerung“] aller möglichen Zustände, in denen es sich befinden kann. Bei der Messung dieses Systems jedoch ist es auf lediglich einen seiner vielen möglichen Zustände reduziert. Die bloße Untersuchung eines Systems lässt die Wellenfunktion in einen einzigen Zustand kollabieren einzig und allein auf der Grundlage der Wahrscheinlichkeit. Wenn wir die Untersuchung des Systems dann beenden, breitet es sich wieder in eine Superposition aller möglichen Zustände aus. Bei der nochmaligen Untersuchung des Systems untersuchen wir zweifellos ein anderes System, da die Wahrscheinlichkeit unglaublich gering ist, dass das zu Anfang gemessene System sich wiederholt.

Wenn wir die Gleichungen aufschreiben könnten, die die submikroskopischen Wellenfunktionen unseres Universums beschreiben (eine unmögliche Aufgabe), gäbe es laut Quantentheorie keinen Beobachter außerhalb unseres Universums, mit Ausnahme von Gott selbstverständlich, der veranlassen könnte, dass es in einen möglichen Quantenzustand kollabiert allein dadurch, dass es betrachtet wird.

Da die wissenschaftliche Forschung immer metaphysischer wird in ihrem Versuch, das Universum durch einen Quantenansatz zu erklären, haben sich einige die Idee vom "Multiversum" zu eigen gemacht. Diese Vorstellung untersucht die Möglichkeit, dass, wenn unser Universum aus nichts entstanden ist, weitere Universen ebenfalls aus Nichts entstehen können. Neue Universen können eine Milliarde Mal pro Sekunde in anderen Dimensionen hervorbrechen. Die Theorie des "Multiversums" behauptet, dass alle Ergebnisse möglich sind, wenn die Karten häufig genug gemischt werden, einschließlich eines gelegentlichen lebensunterstützenden Systems wie das unsrige. Diese Theorie soll einen autonomen natürlichen Kosmos erklären, in dem Gott als erste Ursache nicht notwendig ist.

Das Problem bei dieser „Multiversumstheorie“ ist, dass wir in einem bestimmten Universum in einer bestimmten Raum-Zeit-Umhüllung existieren und daher jedes andere Universum eine reine intellektuelle Spekulation ist, die anhand der nachweislichen Parameter unseres Universums unmöglich zu beweisen ist, genau so wie ein Punkt die Existenz einer Gerade oder eines Würfels nicht beweisen kann. Der eindimensionale Punkt kann über die Existenz einer Geraden spekulieren, doch für den Punkt ist die Gerade ein "Noumenon", eine Unbekannte.

In-Einklang-Bringen der Relativität mit der Quantentheorie durch Extradimensionalität

Schwarze Löcher sind massive Objekte, die so hochgradig in sich zusammenfallen, dass ihre Schwerkraft alles anzieht, was sich in ihrer Nähe befindet – leistungsstarke Staubsauger des umliegenden Weltraums. Bestimmte, sehr kleine schwarze Löcher, sogenannte „extremale“ schwarze Löcher, werden masselos in kritischen Momenten. Wie ist das möglich angesichts ihrer extremen Dichte und wie können sie ohne Masse eine Schwerkraft ausüben?

Andrew Strominger stellte die Hypothese auf, dass die Antwort auf ihre Masselosigkeit in ihrer Außerdimensionalität liegt. „Strominger entdeckte, dass in sechs räumlichen Dimensionen die Masse eines extremalen schwarzen Loches sich proportional zu ihrer Oberfläche verhält. Schrumpft die Oberfläche, wird die Masse schließlich null. Die Lösung funktioniert, wenn man die Existenz von genau sechs räumlichen Dimensionen voraussetzt“ (Hugh Ross, “Why I Believe In the Miracle of Divine Creation” [Warum ich an das Wunder der göttlichen Schöpfung glaube] aus der apologetischen Anthologie “Why I Am A Christian” [Warum ich Christ bin] von Norman L. Geisler und Paul K. Hoffman). „Eine Theorie löst die beiden großen Dilemmas. Die Theorie besagt Folgendes: Das Universum wurde mit zehn sich schnell ausdehnenden Raum-Zeit-Dimensionen geschaffen. Als das

Universum erst 10-43 Sekunden alt war und die Schwerkraft sich von der starken elektroschwachen Wechselwirkung trennte, stellten sechs dieser zehn Dimensionen ihre Ausdehnung ein. Heute verbleiben diese sechs Dimensionen immer noch als Bestandteil des Universums, sie sind jedoch so eng zusammengekugelt, wie wenn der Kosmos erst 10-43 Sekunden alt wäre (Anmerkung des Herausgebers: „zusammengekugelter Raum“ wird auch als „Calabi-Yau-Raum“ bezeichnet). Ihr Querschnitte belaufen sich nur auf 10-33 Zentimeter, d. h., sie sind so klein, dass sie durch eine direkte Messung nicht festgestellt werden können."

Fazit:

Die Bibel kann nur unter Anerkennung eines übernatürlichen, transzendenten [alles übersteigenden] Gottes außerhalb der Beschränkungen der von uns visuell realisierten und erfahrenen Dimensionen (Länge, Breite, Höhe, Zeit) verstanden werden. Wie sonst kann man ein geistliches Leben nach dem physischen Tod erklären, Jesu Fähigkeit, auf dem Wasser zu wandeln, menschliche Krankheit rückgängig zu machen und durch die Wände zu gehen in seinem auferstandenen Körper, oder Hunderte von akkuraten und erfüllten biblischen Prophetien? Wie sonst kann man den freien Willen des Menschen und die göttliche Vorherbestimmung erklären, wenn der Gott des Universums nicht außerhalb der Dimension Zeit ist und Anfang und Ende unseres Lebens, einschließlich all unserer Lebensentscheidungen, nicht im selben Moment sieht? Ein über den Dimensionen stehender Gott ist die einzige Erklärung für das Übernatürliche.

Laut Urknall begannen Materie, Energie, Raum und Zeit vor ein paar Milliarden Jahren aus einer Singularität. Theologisch bedeutet dies, dass die Ursache des Universums außerhalb und unabhängig vom Universum sein muss, und es daher einen Schöpfer gibt.

Es gab keinen Raum, in dem der Urknall stattfand, da es vor dem Urknall keinen Raum gab. Die Wissenschaft ist in der Lage, den Zeitpunkt dieses Ereignisses aus der Rotverschiebung der äußersten Galaxien zu ermitteln. Diese äußersten Galaxien sind sichtbare Aufzeichnungen der Bedingungen zur Zeit des Urknalls. Die Bilder dieser Galaxien, die wir jetzt sehen, wurden vor 13,7 Milliarden Jahren zu Anbeginn der Schöpfung gesendet. Aufgrund ihrer Entferung und der Lichtgeschwindigkeit erhalten wir sie erst jetzt. Eine Rotverschiebung deutet an, dass sie sich von einem Beobachter entfernen, während eine Blauverschiebung zeigt, dass sie sich dem Beobachter nähern.

In 1 Mose 1,1 heißt es: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Man beachte, dass die Dauer des Schöpfungsaktes nicht angegeben wird, und ein 13,7 Milliarden Jahre altes Universum widerspricht nicht 1 Mose 1,1.

Wir können der Notwendigkeit einer ersten Ursache nicht entrinnen, egal, ob wir unser Universum einer Singularität oder der Existenz von Multiversen zuschreiben. Vielleicht gibt es Multiversen, doch auch dann muss die Frage gestellt werden: „Wie sind sie entstanden?“ Die Frage sollte vielleicht eher lauten: "Wie groß ist Ihr Gott?" Ist er der Gott mit unendlichem Potential oder nur ein dreidimensional begrenzter Götze mit einer Zellstruktur aus Holz und Stein? Ist er ein Gott, der sich uns offenbaren kann, indem er Menschengestalt annimmt, "um auf einem Holzkreuz zu sterben, obwohl er den Hügel schuf, auf dem es stand?"

Die Anerkennung der Existenz eines persönlichen Gottes ist eine Entscheidung, die wir sowohl mit dem Herzen als auch mit dem Verstand treffen müssen. Der Verstand kann eigentlich immer einen Grund finden, egal wie unvernünftig er auch sein mag, um die Existenz eines Schöpfers, einer ersten Ursache, eines allmächtigen und allgegenwärtigen Gottes nicht anzuerkennen. In unserer intellektuellen Anmaßung können wir immer einen solchen Grund finden, von dem wir dann in unserer Naivität überzeugt sind, dass er die Existenz Gottes ausschließt. Doch dann erleben wir, wie Gott jenseits der Grenzen unseres Verstehens geduldig darauf wartet, dass unser Herz und Bewusstsein sich weitet und ihn anerkennt. Als der Mensch der Renaissance erkannte, dass die Erde rund ist und nicht flach, glaubten viele nicht mehr an Gott, obwohl das Buch Jesaja, geschrieben um 700 v. Chr. eindeutig sagt, dass die Erde ein "Kreis" ist:

„Er ist es, der da thront über dem Kreis der Erde, dass ihre Bewohner wie Heuschrecken erscheinen, der die Himmel ausspannt wie einen Schleier und ihn ausbreitet wie ein Zelt zum Wohnen“ (Jesaja 40,22).

Etwas später heißt es dann in Jesaja 40,26-28 weiter:

„Hebt eure Augen in die Höhe und seht: Wer hat die (Sterne) dort oben erschaffen? Er ist es, der ihr Heer täglich zählt und heraufführt, der sie alle beim Namen ruft. Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner zu fehlen. Jakob, warum sagst du, Israel, warum sprichst du: Mein Weg ist dem Herrn verborgen, meinem Gott entgeht mein Recht? Weißt du es nicht, hörst du es nicht? Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht.“

In unserem Stolz erwerben wir wenig Erkenntnis, und jetzt glauben wir, wir sind weise genug, um Gottes Existenz zu widerlegen. Und dann müssen wir schließlich doch feststellen, dass Gott gleich jenseits unseres begrenzten intellektuellen Horizontes auf uns wartet.

Wie der Psalmist es im 139. Psalm so treffend sagte:

„Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist, wohin mich vor deinem Angesicht flüchten? Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.“

Die Bibel ist im Verstehen unbegrenzt. Unser Verstand jedoch ist im Verstehen begrenzt. Die Wissenschaft entdeckt immer wieder neue Panoramen zunehmender Komplexität, die alle mit Gottes Fingerabdrücken ausgeschmückt sind. Die wahre Wissenschaft bezeugt die Existenz eines übermenschlichen unendlichen Verstandes, dem eines Meisterkonstrukteurs.

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Die Anzahl der Sterne

http://www.aus-biblischer-sicht.de/anfang/wunder.html?gclid=CKDHg6-slJ0CFVRM5QodwDgT8A

Die Anzahl der Sterne ist nicht zählbar. Es gibt lediglich Abschätzungen, also eine Hochrechnungen eines kleinen Himmelbereiches auf das ganze Universum. Auf diese Weise kommt man auf die immens große Zahl von etwas 1025 Sternen.

Die schnellsten, heutigen Computer führen rund zehn Milliarden Rechenoperationen in einer Sekunde aus. Würde man einen solchen Rechner nur zum Zählen der Sterne einsetzen, so könnte er in der ersten Sekunde 10 Milliarden Sterne zählen, in der zweiten Sekunde wäre er bei 20 Milliarden, usw. Wie lange müsste dieser Rechner wohl arbeiten, bis er die geschätzte Anzahl der Sterne lediglich gezählt hätte? Rund 30 Millionen Jahre! Das vermittelt einen Eindruck davon, wie riesig die Zahl der Sterne ist, die der Schöpfer schuf. So lange existiert kein Rechner und diese Zeit steht auch für uns Menschen nicht zur Verfügung. So können wir festhalten: Der Mensch wird nie in der Lage sein, die Sterne zu zählen. Darum steht in der Bibel:

Wie man das Heer des Himmels nicht zählen kann und den Sand am Meer nicht messen kann.

Jer. 33,22

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