Evidenzen fuer den Gott der Bibel

dieses Forum hat das Ziel, biblische, wissenschaftliche, und philosofische Argumente zu sammeln, die auf die glaubwuerdigkeit des Gottes der Bibel hinweisen


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Ist Gott rachsüchtig ? Gottes Zorn - Voelkermord im AT

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Ist der Gott des alten Testaments rachsüchtig ?

Die Behauptung, der Gott der Bibel, genauer gesagt, des Alten Testaments, sei rachsüchtig, ist ein oft gemachter vorwurf. Sehen wir uns genauer an, ob diese Behauptung einer genaueren betrachtung standhaelt.

Buecher :

By Karl Eberlein
Christsein im Pluralismus



Last edited by ElShaddai888 on Sat Sep 12, 2009 7:39 am; edited 2 times in total

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Finden wir im AT einen anderen Gott als im NT?

http://www.helmutblatt.de/files/Ist%20der%20Gott%20im%20Alten%20und%20Neuen%20Testament%20der%20gleiche%20Gott_.pdf

Das Problemfeld: Ist der Gott des AT ein anderer, als der Gott des NT?
Jeder der die Bibel aufmerksam liest, wird irgendwann fundamentale Unterscheide zwischen AT und
NT feststellen. Man sagt: der Gott des AT ist ein Gott des Zorns und der Rache. So etwas aber sind
primitive Äußerungen eines Gottes, die mit der Offenbarung Jesu Christi nicht übereinstimmen. Dieser
archaische Gott entspricht dem Denken eines Volkes, das sich in der Frühphase einer sich entwickelnden
Kultur steht. Je mehr sich diese Kultur aus ihrem götzendienerischen Umfeld löste, desto mehr
tritt auch der richtende und vernichtende Gott zurück. Der Gott der Liebe, der Geduld und Langmut
tritt immer stärker als der eigentliche Gott hervor. Letztlich heißt das: Das Gottesbild, das wir im AT
beim Lesen entdecken, entwickelte sich aus der Sicht der Menschen, die damals lebten. Diese haben
niedergeschrieben, wie sie sich Gott vorstellten und wie er wohl sein müsste. Dabei wäre am Anfang
ihre Vorstellung von Gott eben sehr stark von dem geprägt gewesen, was sie bei den heidnischen Völkern
gesehen und erlebt hätten. Und der Gott der Heiden war eben ein launischer und rachsüchtiger
Gott, der grausam zuschlug, wenn ihm etwas in die Quere kam.
Es geht bei dieser Art der Auslegung der Bibel also hier nicht mehr darum, dass sich der ganz
andere Gott offenbarte und diese Offenbarung in der Bibel niedergeschrieben wurde. Das Gottesbild
des AT sei eben sehr stark von der offensichtlichen Handlungsweise der heidnischen Götter geprägt
gewesen.
Was können wir nun dazu von der Offenbarung Gottes im AT und NT sagen?
Zunächst müssen wir festhalten, dass es zwischen AT und NT erhebliche Unterschiede gibt.
Diese dürfen wir nicht aus Angst mit theologischen Scheuklappen ignorieren. Auch werden uns Handlungsweisen
des alttestamentlichen Gottesvolkes geschildert, die sie auf Gottes ausdrücklichen Befehl
ausführten, die vom NT keine Legitimation mehr erfahren. Hier hat offensichtlich ein Verschiebung
der Aktivitäten innerhalb des Gottesvolkes stattgefunden.
Aber es erhebt sich doch die Frage, ob wir damit ein anderes Gottesbild erkennen und behaupten können.
Ist es nicht vielmehr so, dass sich lediglich Gottes Handeln durch sein Volk ändert aber Gott der
Gleiche bleibt?
Worin unterscheiden sich AT und NT?
· Die Zugehörigkeit zum Volk Gottes. AT-Volkshandeln Gottes an Israel. Die Zugehörigkeit zum
Volk Gottes wurde durch die Geburt die Beschneidung und das Halten des Gesetzes (äußere Zeichen)
geregelt. Die Zugehörigkeit zum neutestamentlichen Volk Gottes wird durch eine persönliche
Entscheidung in Buße und Glauben gefällt – Röm 2,25-29; 3,21-24.
· Landverheißung: Israel hatte und hat immer noch eine irdische Landverheißung. Die neutestamentliche
Gemeinde hat eine himmlische „Land“-Verheißung – 2Kor 5,1; Eph 3,20-21; Hebr
13,14.
· Opferkult: Im AT mussten Tieropfer immer wieder dargebracht werden. Im NT wird für alle Verfehlungen
aller Zeiten ein Opfer durch den Sohn Gottes gebracht – Hebr 10,9-14.
· Gabe des HG: Der HG wurde für bestimmte Aufgaben gegeben. Die Gabe des HG im NT wird
ausschließlich den Erretteten gegeben, der das neue Leben versiegelt – Eph 1,13-14.
2
· Glaubenskampf: Israel kämpfte gegen sichtbare, irdische Völker. Die neutestamentliche Gemeinde
kämpft einzig und allein gegen unsichtbare überirdische Völker – Eph 6,12.
· Heute: Ein Volk Gottes aus Juden und Heiden – Eph 2,11-22.
· Bund, Dienst, Verheißung ändern sich und erscheinen in einer neuen Dimension – Hebr 8,6; 2Kor
3,6.
· Mittlerdienst: Im AT vermittelten die Priester und der Hohepriester zwischen dem Angehörigen
des Volkes Gottes und Gott. Im NT ist jeder Angehörige des Volkes Gottes in den Stand des
Priesters erhoben. Er hat einen direkten Zugang zu Gott – Hebr 10,19-23; 1Petr 2,9.
· Es gibt eine forstschreitende Offenbarung. Das AT muss im Licht des NT ausgelegt werden. Das
AT ist heilsvorbereitend, weißt auf das Heil, den Erlöser hin. Das NT ist heilsausführend. Es sagt
uns klar und eindeutig, wer der Heiland, der Erlöser ist – Eph 1,7.
Worin sind AT und NT gleich?
· Anweisungen zum Leben: Das Vertrauen auf Gottes wegweisendes und kräftiges Wort 5Mo
32,47.
· Das Heil ist aus den Juden: Sowohl der Bund im AT als auch im NT wurde mit dem Volk der Juden
geschlossen – Joh 4,22; Röm 11,16-18.
· Jesus Christus von Nazareth ist der alttestamentlich angekündigte Messias: ER ist Inhalt, Mitte,
Ziel des AT und NT – Joh 5,39.
· Es hat das gleiche Prinzip der Errettung, der Rechtfertigung: Das Vertrauen auf Gott und sein
wahres, zuverlässliches Wort – Röm 4.
· Im NT hier erfüllen sich die alttestamentlichen Verheißungen. Das NT ist heilsausführend. Die
Apostelgeschichte und die nachfolgenden Schriften gehen vom durch Jesus Christus vollbrachten
Heilswerk aus – Joh 19,30. Siehe die vielen Erfüllungszitate im NT: „... Damit die Schrift (AT)
erfüllt würde“.
· Der Mittelpunkt und Höhepunkt der beiden Testamente ist gleich: Die Offenbarung des Messias,
als die Zeit erfüllt war – Gal 4,4-5. Diese heilsgeschichtliche Tatsache kann allein durch den HG
zu einer Herzenssache werden. „Ich glaube, dass ich nicht aus eigner Vernunft noch Kraft an Jesus
Christus glauben oder zu ihm kommen kann. Sondern der Heilige Geist hat mich durch das
Evangelium berufen, ...“
Konsequenzen:
· Es redet der gleiche Gott. Als Band zwischen AT und NT, erweist sich Gottes Wort als prophetisches
Reden. Bei der Kanonisierung wurde strengstens darauf geachtet, dass kein Buch in den
Kanon aufgenommen wurde, das irgendeinen Widerspruch zu einem anderen Buch des biblischen
Kanons aufzeigt. Wer sonst als Gott könnte solch ein Literaturwerk über einen Zeitraum von
mindestens 1.500 Jahren von ca. 40 Verfassern geschrieben in dieser Präzision durch fehlerhafte
Menschen zustande bringen?!
3
· Die Schrift muss stimmig sein und legt sich selbst aus: 4Mo 23,19; Apg 17,11; 2Tim 3,16; Hebr
6,18; 2Petr



Last edited by ElShaddai888 on Sat Sep 12, 2009 9:24 pm; edited 1 time in total

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Gott und der Völkermord

http://www.nikodemus.net/979

Gottes Gerechtigkeit und Liebe

Gottes Handeln ist uns manchmal unverständlich. Gerade wenn er Dinge tut, die unserem Verständnis von Gerechtigkeit widersprechen, zweifeln wir an dem, was er für gut und richtig hält. Dabei stellt sich für mich die Frage, ob mein eigenes Verständnis von Gerechtigkeit überhaupt richtig ist.

Es ist leicht, an Gottes Gerechtigkeit zu zweifeln und sich als distanzierter Beobachter ein Urteil über die Landnahme Israels zu bilden. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass es Gott ist, der diese Tötungen befiehlt. Bei jedem menschlichen Befehlshaber dürften wir uns wohl mit einigem Recht Gedanken über dessen Motive machen. Gehen wir jedoch von einem unfehlbaren und ewigen Gott aus, sieht die Sachlage ein wenig anders aus - wenn auch nicht gefühlsmässig.

Die Landnahme fand ja nach Gottes Offenbarung der 10 Gebote statt (2.Mose 20, 5.Mose 5). Wir müssen also davon ausgehen, dass alles, was Gott tut, im Einklang mit diesen Geboten steht. Die Frage nach Gerechtigkeit gegenüber den Menschen, die während der Landnahme getötet wurden, ist also nicht an Gott, sondern an uns zu richten: Haben wir denselben Sinn für Gerechtigkeit wie er?

Es muss uns bewusst werden, dass der Gott des Neuen Testamentes der gleiche ist, wie der im Alten Testament. Der Gott, der die Landnahme befohlen hat, ist der Vater des Jesus Christus. Angesichts der alttestamentlichen Kriege ist diese Tatsache nicht gerade leicht zu akzeptieren. Es ist aber unumgänglich, dies zu verstehen, weil wir sonst das Neue Testament und Jesus Christus nicht verstehen können. Klammern wir die Dinge des Alten Testaments aus, erhalten wir eine schiefe und damit falsche Glaubensvorstellung.

Gott hat verschiedene Charakter-Eigenschaften. Dazu gehören eben auch Liebe und Gerechtigkeit. Beide scheinen sich in unseren Augen manchmal auszuschließen. Wie schnell identifizieren wir Liebe mit "mal ein Auge zudrücken", oder "fünfe mal gerade sein lassen". Da Gott mit sich jedoch nicht uneins ist, können wir keinen Gegensatz zwischen diesen Eigenschaften annehmen. Vielmehr scheinen sich Liebe und Gerechtigkeit bei Gott gegenseitig zu bedingen. Liebe verlangt nach Gerechtigkeit und Gerechtigkeit verlangt nach Liebe.

Liebe ist in Gottes Augen stets mit dem Befolgen von Geboten und Gesetzen verbunden. Dem angeschlossen formuliert Jesus Christus, der Sohn Gottes, dann im Johannesevangelium Sätze wie:

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es der mich liebt
Johannes 14,15


Wer mich liebt, der hält meine Gebote
Johannes 14,21


Wer Gottes Gebote missachtet, verhält sich demnach gleichzeitig lieblos. Bei Gott ist Liebe also nicht eine reine Sympathiebekundung oder das Übersehen von Fehlern. Liebe Gottes zeigt sich in seinem verantwortlichen Handeln, im Schutz vor dem Verderben und in großem Maße in seinem Willen, keinen Menschen verloren gehen zu lassen.

Grundsätzlich möchte Gott alle Menschen in seiner Nähe haben. Gleichzeitig lässt er Rebellion aber nicht durchgehen. Sünde ist für ihn unannehmbar und er kann sie nicht in seiner Nähe dulden. Gerechtigkeit und Liebe bedingen sich gegenseitig. Ein Aufweichen des einen Teils zu Gunsten des anderen gibt es bei Gott nicht.

Die Eroberung Kanaans

Gott macht deutlich, dass die Sünde der Bewohner Kanaans ihr "Vollmaß" erreicht hat (3.Mose 20,23, 5.Mose 9,5) - mehr ist er nicht bereit hinzunehmen. Bereits im 5. Buch Mose hat er Anweisungen für die Landnahme gegeben (5.Mose 7,1). Er konnte es nicht länger zulassen, dass von diesem Land soviel Verderben ausging und sein Volk womöglich durch den Götzendiensten der Einheimischen vom Glauben an ihn abfallen könnte.

Gott will sein Volk vor fremden Religionen beschützen bzw. die Voraussetzungen schaffen, um als alleiniger Gott der vollen Aufmerksamkeit seines Volkes sicher zu sein. Der Gedanke, dass dafür Menschen sterben müssen, bereitet uns Schwierigkeiten. Bemerkenswert finde ich, dass Gott den Völkern Kanaan Zeit zur Umkehr gegeben hat: Bereits den Auszug aus Ägypten machte er ihnen bekannt und sie fürchteten sich seit dieser Zeit vor Gott und Israel (Josua 2,8-11).

Berechnet man die Zeit des Auszugs bis zur Eroberung Jerichos als Auftakt der Feldzüge, so hatten die Menschen Kanaans über 40 Jahre Zeit umzukehren. Sie haben die Zeitspanne nicht genutzt, obwohl ihnen die Macht Gottes nicht verborgen gewesen ist. Man darf auch nicht vergessen, dass die in Kanaan verbreiteten Religionen keine harmlosen Naturreligionen, sondern oft mehr als abscheuliche Kulte waren: Menschenopfer waren an der Tagesordnung, und die Menschen mussten furchtbare Dinge tun, um ihre Götter zu besänftigen.

Das Problem der Schuld

Ich halte diesen thematischen Sprung an dieser Stelle für nötig, weil die Landnahme und das damit verbundene brutale Vorgehen Israels in einem engen Zusammenhang mit ihm stehen. Jesus Christus kam auf diese Welt, um an unserer Stelle für unsere Schuld zu sterben.

Die erste Parallele dabei ist, dass Jesus recht grausam umgebracht wurde. Die zweite Verbindung besteht darin, dass er aufgrund von Sünde gestorben ist. Zwar war es nicht seine eigene Schuld, für die er starb, aber der Grund des Todes ist identisch.

Sowohl aus der Landnahme im Buch Josua als auch aus dem Geschehen beim Tode von Jesus Christus können wir fortwährende und nicht anders auszuräumende Sünde als Auslöser göttlichen Handelns erkennen. Der Grund der Anfrage an die Verhältnismäßigkeit des Gerichtes ist also in der Bewertung der Sünde zu suchen.Während es für Gott keinen anderen Weg gegeben hat sowohl die Völker Kanaans als auch die Sünde aller anderen Menschen durch Tod aus dieser Welt zu schaffen, fällt es uns meist sehr schwer, Sünde als todeswürdig anzusehen. Für Gott gibt es da jedoch keine zwei Meinungen. Jede Sünde ist todeswürdig und wird irgendwann von Gott mit Konsequenzen beladen, das heißt gerichtet.

Von der Sünde waren auch Frauen und Kinder nicht ausgenommen. Um zu verhindern, dass sich der Götzenkult der Kanaaniter nicht doch einschleicht, gab es anscheinend keinen anderen Weg. Das klingt jetzt alles ziemlich berechnend und brutal. Ich muss ehrlich sagen, dass ich froh bin, nicht mehr auf diese Art gegen Sünde kämpfen zu müssen.

Ein Fazit

Das Problem der Frage ist eigentlich das Problem unserer Prägung. Am Menschen orientiert sich alles. Was ihm gefällt oder nicht ist genauso verschieden wie flüchtig, aber er ist das Maß der Dinge. Jede Verletzung dieses Gedanken durch andere Menschen oder durch eine übergeordnete Größe ist nicht akzeptabel. Erlaubt ist, was von der Mehrzahl der Menschen als gut empfunden wird. Verboten ist, was von der Mehrzahl der Menschen als schlecht angesehen wird. Dass dies keine beständigen Bezugspunkte bietet, versteht sich von alleine.

In der Bibel finden wir ein anderes Bild. Nicht der Mensch, sondern Gott ist hier das Maß aller Dinge. Meistens erklärt er uns sein Handeln, in einigen Fällen tut er es aber nicht. Er ist uns keine Rechenschaft schuldig und er rechtfertigt sich auch uns gegenüber nicht. Er ist sich bewusst, dass wir dadurch an manchen seiner Taten und Worte zweifeln, lässt uns diese Last aber tragen um unseren Glauben und unseren Gehorsam zu prüfen.

Gott ist Gott und wir haben das zu akzeptieren. Das fällt gar nicht leicht in einer Gesellschaft, in der alle Lebewesen gleichwertig sind und jeder, der sich für etwas Besseres hält, an den Rand gedrängt wird. In dieser Beziehung ist Gott total anachronistisch und passt nicht in unsere humanistische Gesellschaftsordnung.

Geben wir Gott einen Vertrauensvorschuss! Es gibt Passagen und Äußerungen in der Bibel, die wir nicht verstehen oder sogar abstoßend finden. Bei jedem sind es andere Bereiche der Bibel oder des täglichen Lebens. Das Vertauen in Gott kann sich meiner Erfahrung nach gerade bei schwierigen Bibelstellen bewähren.

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Gottes Zorn

http://www.nikodemus.net/864-Gottes_Zorn.htm

Einleitung

Zunächst möchte ich allgemein schildern, wo und wie Gottes Zorn in der Bibel vorkommt, um anschließend konkret auf den Römerbrief und die in der Frage erwähnten Teilaspekte zu sprechen zu kommen.

Wir können in der Bibel recht oft nachlesen, dass Gott zornig wird und unmittelbar handelt (2.Mose 4,14; 4.Mose 11,1; 4.Mose 22,22; 2.Samuel 6,7-999; 2.Mose 32,10; 4.Mose 32,13; 5.Mose 7,4; Josua 23,16).

Gottes Zorn bedeutet: Gott lehnt den Gegenstand ab, der seinen Zorns erregte, was in aller Regel katastrophale Auswirkungen hat (4.Mose 12,9; 2.Samuel 22,8ff; 2.Könige 17,18; 2.Chronik 29,Cool. Sein Groll kann geradezu entbrennen, verheerend und vernichtend sein (5.Mose 29,23; Psalm 90,7; Nahum 1,6).

Warum wird Gott zornig?

Eng zusammen hängt Gottes Zorn mit seiner Heiligkeit und Majestät, gehört zum Wesen eines eifernden und gerechten Gottes (5.Mose 6,15; Hesekiel 38,19; Nahum 1,2).

Die Bibel macht deutlich, dass das Thema Sünde in Gottes Augen kein Kavaliersdelikt ist, der schnell und problemlos aus der Welt zu schaffen wäre. Sünde in ihrem ganzen schrecklichen Wesen kränkt Gott und muss seinen Unmut herausfordern, bewegt ihn schließlich zum erzürnten Gerichtshandeln (z.B. in 1.Könige 14,9; Esra 9,14-15).

Gottes heftige Gefühlsregung steht zudem oft im Zusammenhang damit,
dass sein Bund mit den Menschen gebrochen wird (z.B. 5.Mose 29,26-27; Richter 2,20),
dass Götzen angebetet werden und Menschen sich nicht an seine Spielregeln und Gebote halten (Micha 5,14; 4.Mose 25,3)
oder auch bei sozialer Ungerechtigkeit (2 Mose 22,21-23).

Zornig und liebevoll zugleich?

Vor allem bei Jesus wird deutlich, dass dieser Zorn eng verbunden ist mit Traurigkeit und Betrübtsein über Schuld und Ungehorsam (Markus 3,5). Gottes Liebe und Gnade für Menschen ist nicht chirurgisch von seinem Zorn zu trennen, da er immer Vergebung, Beziehung und Rettung ermöglichen möchte.

Wenn wir die biblischen Berichte seit Schöpfung dieser Welt und bis zu ihrem zukünftigen Ende lesen, dringt immer wieder durch, dass Gott sich die Möglichkeit offen lässt, von seinem berechtigten und heiligen Zorn abzulassen und stattdessen gnädig zu sein (2.Chronik 29,10 und 2.Chronik 30,8; Esra 7,23). Dies wird besonders aus manchen Geschichtsepochen des Volks Israel ersichtlich; dennoch bleibt die Tatsache, dass Gott zornig werden kann, bis zum Ende dieser Weltzeit bestehen.

Rettung vor diesem Zorn ist nur durch Christus möglich, der durch seinen Tod am Kreuz Versöhnung mit Gott stiftet. Wer dieses Geschenk annimmt, bleibt nicht unter Gottes Zorn, sondern kann mit ihm in eine erfüllende Beziehung kommen. Wer Jesus dagegen ablehnt oder ignoriert, über dem bleibt der Zorn Gottes bestehen (Johannes 3,36).

Die Hoffnung auf einen Retter war schon im Alten Testament lebendig.

Gott, der du uns verstoßen und zerstreut hast und zornig warst, tröste uns wieder.
Psalm 60,3

(siehe auch: Psalm 103,8; Jesaja 12,1; Jesaja 54,8; Hosea 14,5 oder Micha 7,18).

Welches Ziel hat Gottes Zorn?

Gerichtsandrohungen Gottes haben meist zum Ziel, dass Menschen sich wieder ihm zuwenden (Jeremia 36,7). Im Falle einer solchen echten Umkehr wird Gottes Zorn aufgeschoben, bleibt man aber weiter in Schuld und Trennung von ihm, wird er aus Worten Taten machen und das angekündigte Gericht unaufhaltsam folgen lassen

Sein Zorn kann also zur Umkehr führen - wie David bei in 2.Samuel 24: David spürt Gottes Unmut und Missfallen. Doch bevor sich dessen Zorn entflammt und auswirkt, nutzt er die ihm geschenkte Zeit, mit ganzem Herzen zu Gott zurück zu kommen. Daraufhin erfährt David Gottes Gnade und sein Erbarmen, er darf sehen, dass Gott nicht auf Zorn als letzter Äußerung seines Willens besteht.

Durch seinen Zorn drückt Gott sein Missfallen über bestimmte Ereignisse, Situationen und Gegebenheiten aus. Er betrachtet nicht teilnahmslos das Weltgeschehen, sondern hat aktiven Anteil am Leben des Einzelnen und der Menschheit.

Eng mit seinem Zorn ist Gottes Richten verbunden (Psalm 7,7).
In der Geschichte der Menschheit allgemein (z.B. Sintflut oder Sprachverwirrung in Babel)
insbesondere an seinem Volk Israel (bis hin zur Wegführung erst Israels, dann Judas)
noch spezieller an einzelnen Personen
und schließlich an Jesus, der stellvertretend für einen jeden von uns Menschen ans Kreuz genagelt wurde.

Gottes Zorn im Neuen Testament

Vom Gericht über Jesus ausgehend wird im Neuen Testament ein Bogen zurück gespannt zum allgemeinen Gericht über die Menschen, dass schon bei den alttestamentlichen Propheten angekündigt wird (Jesaja 13,9ff; Daniel 8,19) und im Neuen Testament als kommender Zorn bezeichnet wird (Lukas 3,7; Epheser 5,6; Kolosser 3,6; 1.Thessalonicher 1,10), vor dem nur Jesus rettet.

Der Römerbrief stellt diese Thematik sehr kompakt dar:

Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.
Römer 1,18
Gottes Zorn gilt zuerst dem Wesen der Sünde. Im Sinne der Rechtssicht Gottes und seiner Rechtsprechung sind alle Menschen ungerecht und schuldig. Sie entsprechen nicht der Rechtsordnung Gottes. Hier wird allgemein gesagt, dass Sünde Gottes Zorn hervorruft. Ein Folge davon ist, dass Gott die Menschen in den Begierden ihrer Herzen und schändlichen Leidenschaften überlassen hat“. Der Mensch ist dadurch ein Gefangener seiner Begierden, ohne dass er zur wirklichen Befriedigung gelangt, ja im Gegenteil, diese Leidenschaften schaffen Leid. Gott lässt sie in der Verirrung, deren Ende der Tod und eine Ferne des Lebens Gottes ist.

Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes.
Römer 2,5
In Kapitel 2 ist von einem göttlichen Urteil die Rede. Immer deutlicher ist von Gottes Be- und Verurteilung die Rede, und damit verbunden der innige Aufruf zur Umkehr und damit zum ewigen Leben. Erfolgt keine Umkehr, bleibt nur noch das gerechte Gericht Gottes.

Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit.
Römer 2,8
Auch hier ist der Zorn allgemein zu sehen als ein Aufwallen Gottes gegenüber dem Gegenstand des gerechten Zorns, nämlich den in der Ungerechtigkeit verharrenden Menschen.

Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind!
Römer 5,9
Die ersten 9 Verse aus diesem Kapitel fassen das Thema des Zornes Gottes zusammen. Das Opfer Jesu am Kreuz hat den Zorn Gottes besänftigt und den gerechten, heiligen und eifernden Gott mit der Menschheit versöhnt. Möglich gemacht hat dieses allein Gottes Liebe, die dieses Opfer Jesu forderte und zuließ. Nun ist es durch Gottes Gnade möglich, durch den Glauben Frieden mit Gott und Zugang zu dieser Gnade zu bekommen. Folge ist, als nun real Versöhnte vor dem Zorn Gottes errettet und bewahrt zu sein.

Auch weitere Stellen über den Zorn Gottes in Römer 9, Römer 10 und Römer 12 sprechen vom allgemeinen Zorn und dem Gericht, jedoch nicht von einzelnen Auswirkungen im aktuellen Leben des Einzelnen.

Gottes Zorn im Neuen Testament

Vom Gericht über Jesus ausgehend wird im Neuen Testament ein Bogen zurück gespannt zum allgemeinen Gericht über die Menschen, dass schon bei den alttestamentlichen Propheten angekündigt wird (Jesaja 13,9ff; Daniel 8,19) und im Neuen Testament als kommender Zorn bezeichnet wird (Lukas 3,7; Epheser 5,6; Kolosser 3,6; 1.Thessalonicher 1,10), vor dem nur Jesus rettet.

Der Römerbrief stellt diese Thematik sehr kompakt dar:

Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.
Römer 1,18
Gottes Zorn gilt zuerst dem Wesen der Sünde. Im Sinne der Rechtssicht Gottes und seiner Rechtsprechung sind alle Menschen ungerecht und schuldig. Sie entsprechen nicht der Rechtsordnung Gottes. Hier wird allgemein gesagt, dass Sünde Gottes Zorn hervorruft. Ein Folge davon ist, dass Gott die Menschen in den Begierden ihrer Herzen und schändlichen Leidenschaften überlassen hat“. Der Mensch ist dadurch ein Gefangener seiner Begierden, ohne dass er zur wirklichen Befriedigung gelangt, ja im Gegenteil, diese Leidenschaften schaffen Leid. Gott lässt sie in der Verirrung, deren Ende der Tod und eine Ferne des Lebens Gottes ist.

Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes.
Römer 2,5
In Kapitel 2 ist von einem göttlichen Urteil die Rede. Immer deutlicher ist von Gottes Be- und Verurteilung die Rede, und damit verbunden der innige Aufruf zur Umkehr und damit zum ewigen Leben. Erfolgt keine Umkehr, bleibt nur noch das gerechte Gericht Gottes.

Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit.
Römer 2,8
Auch hier ist der Zorn allgemein zu sehen als ein Aufwallen Gottes gegenüber dem Gegenstand des gerechten Zorns, nämlich den in der Ungerechtigkeit verharrenden Menschen.

Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind!
Römer 5,9
Die ersten 9 Verse aus diesem Kapitel fassen das Thema des Zornes Gottes zusammen. Das Opfer Jesu am Kreuz hat den Zorn Gottes besänftigt und den gerechten, heiligen und eifernden Gott mit der Menschheit versöhnt. Möglich gemacht hat dieses allein Gottes Liebe, die dieses Opfer Jesu forderte und zuließ. Nun ist es durch Gottes Gnade möglich, durch den Glauben Frieden mit Gott und Zugang zu dieser Gnade zu bekommen. Folge ist, als nun real Versöhnte vor dem Zorn Gottes errettet und bewahrt zu sein.

Auch weitere Stellen über den Zorn Gottes in Römer 9, Römer 10 und Römer 12 sprechen vom allgemeinen Zorn und dem Gericht, jedoch nicht von einzelnen Auswirkungen im aktuellen Leben des Einzelnen.

Was Gott eigentlich möchte

Gott möchte uns aber vor Verlorenheit und Verdammnis retten, deshalb lädt er zur Umkehr ein, zum Glauben an Jesus Christus, damit ein Mensch mit Gott versöhnt werden kann. Die Basis dazu hat Gott unwiderruflich und unverrückbar gelegt: Kreuz und Auferstehung Jesu sind das Siegel seines Rettungs- und Versöhnungswerkes.

Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
Johannes 3,36

Denn Gott hat uns nicht bestimmt zu zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unseren Herrn Jesus Christus.
1.Thessalonicher 5,9

Konkret: Ist Gottes Zorn...

(a) ...wirksam hinter der direkten Bestrafung von Menschen?

In der Bibel ist durchaus von der Folge der Sünde bis hin zum Tod die Rede. Wer sich auf Schuld und Ungehorsam gegen Gott einlässt und seine Einladung zur Umkehr ausschlägt, wird Auswirkungen der Sünde erleben müssen - manchmal auch direkt. Wer sich seinen Körper mit Drogen kaputt macht, darf sich schließlich nicht wundern, dass diese Drogen den Körper zerstören.

Solche Zusammenhänge werden vereinzelt und beispielhaft direkt mit Gottes Zorn in Zusammenhang gebracht. Hier gilt für Menschen, die mit Jesus leben, eher Gottes "züchtigendes Strafen", das Augen öffnet und zur Umkehr führen will. Jedoch muss erwähnt werden, dass Gott sich nicht verspotten lässt und dass wir ernten, was wir säen.

In diesem Zusammenhang gibt Gott Einzelne, Gruppen, Nationen, Völker z.B. den Sünden und den Folgen der Sünden hin und lässt das daraus erwachsende Leid und Elend zu.


(b) ...Ausdruck eines Vergeltungsprinzips?

Vergeltung kommt generell nur Gott zu, er duldet nicht, wenn Menschen sich von ihm abwenden, und er straft.Vor allem anhand der Geschichte Israels wird deutlich, wie dies aussieht: Wer den heiligen Gott mit Füßen tritt, darf sich nicht über dessen gerechte Reaktion wundern.

In diesem Zusammenhang darf aber niemals Gottes Liebe, Gnade und Barmherzigkeit aus den Augen verloren werden. Es ist aber ein sehr häufiger Fall, dass dort, wo Gott und sein Recht offensichtlich mit Füßen getreten werden, früher oder später entsprechende Folgen eintreten.

(c) ...schuld am Leid in der Welt?

Allgemeines Leid in dieser Welt ist in erster Linie eine Folge des Sündenfalls und der damit verbundenen Trennung von Gott. Durch diese Ursünde kamen Schuld, Schmerz, Leid und der Tod in diese Welt.

Römer 1 zeigt jedoch auch, das Gottes Zorn ihn dazu veranlasst, die Menschen der Leid schaffenden Sünde zu überlassen.


(d) ...verantwortlich dafür, wenn Menschen verunglücken?

Jedem Menschen stoßen persönliche Schicksale unterschiedlicher Härte zu. Dass Unfälle passieren, tragische Ereignisse und dergleichen, ist eine Gegebenheit dieser Welt.

Was aber an Einzelschicksalen geschieht, kann sowohl Gottes Eingreifen sein (um uns zurecht zu bringen) oder eine konkrete Folge einer Sünde. Beim übermäßige Trinken von Alkohol wird beispielsweise mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Leber und so manches andere bis hin zu Beziehungen zerstört.

Steckt Gott immer hinter Schicksalsschlägen und Krankheit?

Dass Schicksalsschläge und Krankheit nicht mit Gottes Strafe für Sünden zu tun haben muss, zeigt folgendes Jesus-Wort:

Erinnert euch an die achtzehn Leute, die starben, als der Turm von Siloah einstürzte. Glaubt ihr wirklich, daß ausgerechnet sie die schlimmsten Sünder in Jerusalem waren?
Lukas 13,4

Jesus sagt damit, dass nicht das spezielle Ereignis auf ein konkretes strafendes Eingreifen Gottes hinweisen muss. Aber diese Ereignisse sind letztendlich Bestandteil einer kaputten Welt, die Erlösung und Rettung durch Gott braucht!

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Vernichtungskrieg – von Gott befohlen?

http://www.heinrich-tischner.de/21-th/2bibel/theol/frd-bbl/2cgesch.htm

Es bleibt das Ärgernis, dass Israel nicht nur Verteidigungs-, sondern sogar Angriffs- und Vernichtungskriege geführt hat, und dies im Namen Gottes.

Es ist in der Forschung umstritten, inwiefern die Landnahme in Palästina eine planmäßige Eroberung war (wie uns das Buch Josua klarmachen will) und nicht viel stärker ein friedliches Einsickern und Sesshaftwerden nomadischer Gruppen, wie moderne Forscher wie Noth behaupten, Wahrscheinlich lief beides parallel; die Geschichte von Abraham zeigt das Beispiel einer friedlichen Landnahme; es lässt sich angesichts der Ausgrabungsfunde aber auch nicht leugnen, dass am Ende der Bronzezeit eine systematische Eroberungswelle über viele kanaanäische Städte hinweggegangen ist. Daneben zeigt etwa Josua 6 (Anschluss der Stadt Gibeon an Israel) oder Richter 3.12-30 (Attentat Ehuds auf den Moabiterkönig), dass die Alternative friedliche Einwanderung oder gewaltsame Eroberung falsch ist; es konnten sich ganze Städte durch Vertrag den Einwanderern anschließen, und es gab die Möglichkeit, die Herrscher durch ein Attentat zu beseitigen (und das sicher nicht immer gegen den Willen der Bevölkerung).

Sicher scheint jedenfalls nach Richter 1-3 zu sein, dass eine restlose Ausrottung der Urbevölkerung nicht gelungen und vielleicht noch nicht einmal beabsichtigt war. Dementsprechende Forderungen, die Urbevölkerung auszurotten blieben nicht als Forderungen, die nicht erfüllt wurden, auch wenn man sich angesichts der religiösen Konflikte in späterer Zeit gesagt haben mag, es wäre vielleicht besser gewesen, das zu tun.

Von Josua wird nun allerdings berichtet, dass er seinen Feldzug als Vernichtungskrieg geführt hätte: Er zerstörte die eroberten Städte und vollstreckte an der Bevölkerung den "Bann", d.h. er rottete sie restlos aus, wobei es jedesmal erwähnt wird, dass das Vieh als Beute am Leben blieb und die Könige zunächst gefangen genommen und später extra hingerichtet wurden.

Der letzte dieser "heiligen Kriege" war Sauls Feldzug gegen die Amalekiter (1. Samuel 15, ein Rachefeldzug, der schon zur Zeit von Mose geplant war (5. Mose 25,17-19). Dieser Feldzug wird der Anlass zum Bruch zwischen Saul und Samuel, denn Saul lässt nach dem bisherigen Brauch das Vieh und die Häuptlinge am Leben, während Samuel auch deren Vernichtung gefordert hatte.

Es ist für uns Heutigen schwer verständlich, wieso Gott solche Grausamkeiten geboten haben kann. Es ist kaum anzunehmen, dass Israel das bloß deswegen getan hat, weil solche grausamen Feldzüge damals üblich waren und weil die völlige Vernichtung eines Feindes die einfachste Möglichkeit ist, mit ihm fertigzuwerden.
Vielmehr werden diese heiligen Kriege auf einen ausdrücklichen Befehl Gottes zurückgeführt. Gott benutzt offenbar Israel in diesem Fall als ein Werkzeug seines Gerichts, so wie er später etwa die Assyrer als Gerichtswerkzeug gegen Israel selbst benutzt (Jes 1095+6). Aber es ist ja doch wohl ein Unterschied, ob Jesaja in der assyrischen Bedrohung ein Strafgericht Gottes über Israel erkennt, oder ob sich Josua als Gerichtsvollzieher Gottes versteht. Hätte das nicht Hitler von sich auch behaupten können? Die Grenze zwischen Erwählungsbewusstsein und Anmaßung ist da sehr fließend.

Es muss daher noch eine andere Antwort auf diese Frage geben: In dem Bericht über Josuas Feldzug heißt es ausdrücklich immer wieder, Josua habe den Bann vollzogen, wie es ihm Gott befohlen habe. Wenn wir aber die ausführliche Erzählung vom Amalekiterfeldzug Sauls heranziehen, wird uns etwas anderes deutlich:
Samuel begründet seinen Vernichtungsbefehl mit einem wörtlich zitierten Gotteswort (1. Sam 15,2+3). Dies kann man so verstehen, als ob Samuel nach Art der späteren Propheten eine persönliche Offenbarung erhalten habe. Man kann das aber auch so sehen, dass Gott in diesem Fall gar nicht direkt zu Samuel gesprochen hat, sondern dass sich der Gottesmann nur auf die Tradition beruft, wonach Gott geboten habe, die Amalekiter auszurotten (vgl. 5. Mose 25, 17-19). Ähnlich haben auch die falschen Propheten zur Zeit Jeremias argumentiert: Sie zitierten keine eigenen Offenbarungen, sondern überlieferte Gottesworte. Und sogar wenn Samuel selbst eine Offenbarung empfangen hätte: Wer sagt denn, dass da Gott mit ihm und nicht ein "Lügengeist" gesprochen hat (1. Könige 22.22)? Da Saul Erfolg hatte, nahm man selbstverständlich an, der Befehl sei von Gott gekommen. Aber hatte Samuel in diesem Fall wirklich verstanden, was Gott wollte?

Es soll hier keinesfalls darum gehen, Gott Vorschriften zu machen, was er zu wollen hat oder einen "lieben" Gott zu konstruieren, der in unsere Vorstellungen passt. Es soll auch nicht abgestritten werden, dass Gott auch gottlose Menschen für seine Pläne als Werkzeug gebrauchen kann, Darin zeigt sich seine souveräne Meisterschaft in Sachen Weltgeschichte. Aber wenn es um unser eigenes Handeln geht, brauchen wir eindeutige Aussagen, was der Wille Gottes ist Gott kann von uns nicht verlangen, dass wir in einigen besonders gelagerten Fällen genau das tun, was er sonst verboten hat. Er kann uns nicht das Töten verbieten und den Krieg erlauben bzw. sogar den Völkermord befehlen. Wenn also Gottesmänner des Alten Testaments dergleichen im Namen Gottes befohlen haben, müssen wir uns fragen, mit welchem Recht sie sich dabei auf Gott beriefen.

Hier wäre auch die heilige Schrift mit den Augen Luthers zu lesen, für den nicht jede Schriftstelle den gleichen Wert hatte. Wichtig für ihn war vielmehr das, "was Christentum treibet." Genauso müssten wir nun an Hand eindeutiger Aussagen zusammenstellen, was Gottes Wille ist, und was Samuel hätte wissen müssen.

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Grausame Richterzeit

http://www.nikodemus.net/831-Grausame_Richterzeit.htm

"Die letzten beiden Kapitel von Richter bringen mich total durcheinander. Die Beschreibung der Situation, Auslieferung der Nebenfrau, Misshandlung, Vergewaltigung damit der Gast geschützt wird, daraus resultierende Kriege und das Abschlachten der Soldaten...Grässlich! Obwohl Gott der Vergeltung zustimmt, sterben derart viele Menschen Unschuldige! Wo ist da Gott wirklich zu sehen, was sollen mir die Kapitel sagen? Ich verstehe es im Augenblick überhaupt nicht!"

Einleitung

Die Berichte des Richterbuches sind schon sehr krass. Leider wird heute kaum noch über solche Stellen gepredigt und der Leser ist dann sehr überrascht, was alles in der Bibel steht. Mir ging es übrigens ebenso wie Dir, als ich den Text vor einem Jahr zum ersten Mal richtig wahrnahm. Aber es sind nicht nur die letzten Kapitel im Richterbuch, die uns Gott von einer Seite zeigen und die verwundern.

Israel befindet sich zum Zeitpunkt der Richterdarstellungen an einem geistlichen und moralischen Tiefpunkt. Es herrscht Anarchie (Richter 19,1; vgl. auch Richter 21,25) und jeder tut, was er für richtig hält. Nach Gottes Willen wird kaum mehr gefragt, seine Gebote scheinen nicht mehr zu interessieren.

Vergewaltigung und Mord in Gibea

Im Bericht von Richter 19 erkennen wir an fast jeder der Personen Schuld. Wie kann ein Mann seine Frau nur so quälen lassen und einfach im Haus bleiben? Auch wenn er dies aus damaliger Sicht tun musste, da er die Verantwortung für den Schutz einer Familie hatte kann man nur bedrückt sein über diese grausamen Zustände.

Die Bibel schweigt und beschönigt nicht, schließlich möchte sie nicht nur erbauen, sondern auch erschrecken lassen: wie weit der Mensch gehen kann und wie tief er in Sünde verstrickt ist.

Lässt Gott diesen Vorfall durchgehen?

Später erinnert der Prophet Hosea (Hosea 9,9) an die Verdorbenheit zur Zeit Gibeas. In seinen Tagen gilt also Gibea als Inbegriff für geistlichen und moralischen Verfall. Gott kann in seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit Sünde nicht einfach durchgehen lassen. Ebenso wie er Sodom und Gomorra vernichtete, müssen die Verantwortlichen von Gibea zur Rechenschaft gezogen werden.

Gott ist also nicht nur ein Gott der Liebe, sondern auch ein Gott, der Sünde hasst und eingreift. Aber warum muss Gott eingreifen? Eigentlich wäre der Stamm Benjamin dafür zuständig gewesen, den Vorfall mit Gott in Ordnung zu bringen und gegen die Verantwortlichen vorzugehen, damit sich die gebrochene Beziehung zu Gott nicht auf das gesamte Volk Israel ausweitet.

Was sagt uns die Erzählung heute?

Heute ist es nicht anders: Schuld fängt oft ganz klein an - meist in Gedanken -, weitet sich aber rasant aus. Je eher man mit Gottes Hilfe und aus seiner Kraft Sünde "aus der Welt schafft", desto schneller kann die Beziehung zu Gott wieder geheilt und desto mehr Schaden kann verhindert werden.

Jeder Mensch ist schuldig vor Gott ( Rö 3,12 ). Es gibt vor Gott keine Unschuldigen. Alle haben den Tod verdient:

Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer
Römer 3,12

Deshalb ist Jesus gekommen und gestorben,

...damit alle die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben
Johannes 3,16

Gott wäre nicht dazu verpflichtet, Jesus zu senden, doch weil er uns liebt, hat er seinen Sohn aufgeopfert.

Klare Wort zu Schuld und ihren Folgen

Auch den Angehörigen des Stammes Benjamin gibt Gott die Chance, ihre Situation zu bereinigen. Aber sie wollen es nicht. Nachdem der Stamm Benjamin nicht bereit ist, die Schuldigen auszuliefern, kämpfen elf Stämme gegen Benjamin. Gott selbst steht hinter diesem Kampf, denn die vorgefallene Schuld muss - wenn das restliche Volk Israel weiter in der engen Beziehung zu Gott leben will - gründlich bereinigt werden.

Als diese Kämpfe ausgefochten sind, fragt auch Israel nach dem warum:

Herr, wozu ist dies in Israel geschehen…?
Richter 21,3

Leider wird ihre Frage in diesem Abschnitt nicht beantwortet, aber eines wird deutlich: Gott ist nicht daran schuld, sondern Menschen, die sich selbst in diese Situation gebracht haben. Daran werden die üblen Auswirkungen der Sünde sehr deutlich: Wir ziehen uns nicht nur selbst herunter, sondern unter unserem Fehlverhalten leiden auch andere, die nichts dafür können.

Dennoch - Gott ist gerecht und sein Gerichtshandeln legitim:

Ja, Herr, allmächtiger Gott, deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht.
Offenbarung 16,7

Wir dürfen Gott vertrauen, dass sein Handeln richtig und gut ist.

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Ist Gott grausam?

http://www.nikodemus.net/438-Ist_Gott_grausam.htm

"Im Alten Testament ruft Gott die Israeliten mehrfach zum Mord an den Vökern auf, die in Palästina leben. Ist es das, was ich unter "Liebe und Barmherzigkeit" verstehen soll? "

Einleitung

Diese Frage enthält zwei Ebenen:
(1) Die eine ist die der Klärung anhand der biblischen Berichte
(2) Die zweite betrifft das Gottesbild, das durch solche auf den ersten Blick
grausamen Geschehnisse entsteht.

Ich möchte vor allem auch auf diese zweite Ebene eingehen und aufzeigen, welches Gottesbild hinter solchen Berichten, im Gesamtzusammenhang der Bibel richtig verstanden, tatsächlich steht.

(1a) Palästina und die Eroberung durch Israel

Das im Griechischen "palaistina" genannte Gebiet bezeichnete das heutige Israel und Teile von Jordanien, Libanon und Syrien und reichte vom Hermon bis zum Golf von Akaba, von der arabischen Wüste bis zum Mittelmeer. Die alttestamentliche Bezeichnung "Kanaan" meinte insbesondere das heutige Westjordanland, wird aber auch für einzelne Landesteile in Abgrenzung zum israelitisch besiedelten Gebiet verwendet. Die in diesem Gebiet siedelnden Stämme gehen laut 1.Mose 9,18.22 und 1.Mose 10,6 auf den Sohn Hams und Enkel Noahs, Kanaan, zurück.

Die kanaanitische Religion war geprägt vom Fruchtbarkeitskult, Anbetung von Sternen, Tempelprostitution und Menschenopfer. Was sich hier in ethnologischem Tonfall sachlich anhört, erfährt in der Bibel eine klare Wertung: Die kanaanitische Religion ist in Gottes Augen Götzendienst, weil sie von ihm, dem Schöpfer, wegführt und an seine Stelle Gegenstände und andere geschaffene Dinge setzt.

Diesen Sachverhalt muss man im Auge behalten, wenn man die Berichte über die Eroberungen Israels (die sogenannte "Landnahme") verstehen will. Die Landnahme Israels wird in den Büchern Josua bis Richter beschrieben und besteht aus zahlreichen Schlachten und Kämpfen. Erst durch Salomo, der die Kanaaniter zum Frondienst zwingt, finden die Konflikte ein Ende (1.Könige 9,20f).

(1b) Israel und sein heidnisches Umfeld

Die politische und militärische Auseinandersetzung mit den Kanaanitern hat für Israel eine wichtige geistliche Dimension. Ständig besteht die Gefahr, durch die kanaanitische Religion zum Götzendienst verführt zu werden und damit vom wahren Gott abzufallen. Innerhalb Israels ist Götzendienst bei Todesstrafe verboten. Vor diesem Hintergrund sind übrigens auch viele "seltsame" Verbote zu sehen (z.B. das Kochen eines Kalbes in der Milch seiner Mutter, 2.Mose 23,19): Es handelt sich hier um heidnische Rituale, insbesondere das Menschenopfer, wofür im Alten Testament die Formulierung „die Söhne durchs Feuer gehen lassen“ steht.

Und so ist die von Gott befohlene Ausrottung des Götzendienstes in Kanaan folgerichtig: Die Götzen werden als falsche Götter besonders bei Jesaja (z.B. Kapitel 42,Vers Cool verhöhnt und verworfen, besonders aber als machtlos entlarvt. Nach 1.Korinther 8,4 wird Götzendienst darüber hinaus als Dämonenverehrung verurteilt; hinter den menschlichen "Göttern" stehen oft satanische Mächte.

(1c) Gottes Geduld mit den Kanaanitern

Der Götzendienst in Kanaan hat eigentlich eine längere Geschichte: In 1.Mose 15 ergeht an Abraham die Prophezeiung, dass er und seine Nachkommen Kanaan verlassen und vierhundert Jahre lange in die ägyptische Unterdrückung gehen wird; danach, so heißt es in Vers 16, wird Israel in der vierten Generation nach Kanaan zurückkehren, "denn das Maß der Schuld des Amoriters ist bis jetzt nicht voll".

Hier redet Gott also bereits von der Sünde der Kanaaniter, und wenn Josua die Landnahme Israels beginnt, besteht der Götzendienst in Kanaan bereits vierhundert Jahre lang! In 2.Petrus 3,9 und Römer 2,4 wird diese Geduld Gottes mit den Sündern betont - und seine Barmherzigkeit, die lange auf die Umkehr der Menschen warten kann und will. Insofern aber hatte das Gericht, das die Israeliten über Kanaan brachten, auch die Funktion, zur Buße zu führen; die Kanaaniter hätten erkennen können, dass ihnen ihre Götzen gegen den Gott Israels nichts halfen - ein Wandel des Weltbildes, der heute noch in der Mission bei der Konfrontation mit okkulten Praktiken zur Erfahrung wird.

Das Urteil der Bibel ist eindeutig: Götzendienst bedeutet Abfall von Gott, Verehrung satanischer Mächte und stellt eine besonders schwere Schuld dar, die vor Gott eigentlich die Todesstrafe nach sich zieht. Ein Volk, das permanent in Götzendienst lebt, erfährt diese Schuld am eigenen Leib: Kultur, Gesellschaft und mitmenschlicher Umgang sind zerstörerisch davon geprägt (Römer 1,24-28). Insofern haben die kanaanitischen Stämme eine schwere Schuld auf sich geladen., und insofern ist die Ausrottung des Götzendienstes als ein Gericht Gottes zu sehen – so befremdlich uns dieser Gedanke in unserer pluralistischen Gesellschaft vielleicht auch vorkommen mag. Ein derartiges Gerichtshandeln Gottes ist im Alten Testament kein Einzelfall. Übrigens erleidet auch Israel selbst durch die selbstherrlichen, gottlosen Chaldäer dieses Gericht Gottes (Habakuk 1,6-11).


(2) Gott im Alten und Neuen Testament

Für unser Gottesbild bedeutet das: Man darf nicht einen "alttestamentlichen Rachegott" gegen einen "neutestamentlichen Gott der Liebe und Vergebung" ausspielen; Gott ist im Alten und im Neuen Testament ein und derselbe.

Es gilt vielmehr, zwei Wesenszüge Gottes zusammenzudenken:

Die Gerechtigkeit Gottes, die in den geschichtlichen Gerichten im Alten Testament sichtbar wird (aber auch vom stellvertretenden Opfer Jesu Christi aus Liebe zu uns Menschen her verstanden werden muss).

Die Liebe Gottes, die sich bereits im Alten Testament in Gottes vierhundert Jahre lang dauernden Geduld mit Kanaan zeigt und besonders in Jesus Christus sichtbar wird (aber auch vor dem dunklen Hintergrund der zerstörerischen Macht der Sünde und der ewigen Verlorenheit des Menschen gesehen werden muss).

Solange wir Gott seine Gerechtigkeit als Grausamkeit vorwerfen und von ihm verlangen, er solle doch „einfach so“ vergeben, aus der Blindheit der Liebe heraus, solange verkennen wir unseren eigenen Zustand. Wir verkennen, wie abgrundtief uns unsere Schuld von Gott trennt und wie unausrottbar unsere Feindschaft gegen Gott dadurch im Innern unseres Menschseins verankert ist. Dass Gott uns dennoch liebt und alles getan hat, um uns den Rückweg aus der Gefangenschaft in uns selbst frei zu machen, bedeutet nicht zugleich, dass Gott dadurch ein gutmütiger Liebhaber ist, der - blind vor Liebe - nicht anders könnte als zu vergeben und alles in eine kosmische Harmonie zurückzuführen.

Fazit: Wie ist Gott?

Ob es uns nun passt oder nicht: Genau das, ist der Gott der Bibel! Wir können an ihn glauben oder nicht, aber wenn wir uns entschlossen haben, an ihn zu glauben, dann müssen wir ihn so sehen, wie er ist. Und dann müssen wir auch davon ausgehen, dass unsere Sicht von Gerechtigkeit, von Barmherzigkeit, Vergebung und all den anderen Dingen, die uns im Grunde zu hoch sind, verzerrt ist.

Verzerrt, weil wir Menschen sind, die in einer Welt und mit einem Ich aufgewachsen sind, das von Gott naturgemäß nichts weiß – und auch nichts wissen will. Und dann müssen wir auch bereit sein zuzugeben, dass wir nicht wirklich wissen, was Gerechtigkeit in Wahrheit ist, und unsere Sicht korrigieren zu lassen. Da geht es mir persönlich nicht anders: Wir tun gut daran, unsere Einwände zunächst zurückzustellen und uns um ein Verständnis zu bemühen anstatt Gott einfach anzuklagen und abzuurteilen.

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Du sollst nicht töten - Krieg im Alten Testament?

http://www.nikodemus.net/387-Du_sollst_nicht_toeten_Krieg_im_Alten_Testament.htm

"Gott erlässt doch erst das Gebot "Du sollst nicht töten" und dann werden dennoch viele Kriege unter ihm geführt! Warum war das so und haben Sie eine Erklärung? Ich darf mich doch verteidigen, wenn jemand mich angreift, oder?

Was meint das Gebot?

Das Gebot "Du sollst nicht töten!" (2.Mose 20,13) bezieht sich nicht auf das Verhältnis von Nationen untereinander (z.B. Krieg), sondern auf das Verhalten der Menschen innerhalb einer Nation (hier Israel).

Dies wird schon allein daraus deutlich, dass sich auch die Gebote vor und nach Vers 13 ("Ehre deinen Vater und deine Mutter!" und "Du sollst nicht ehebrechen!") auf das Verhalten einzelner Israeliten beziehen.

Das Gebot "Du sollst nicht töten!" verbietet also nicht den Krieg (so fragwürdig auch manche Kriege im Alten Testament gewesen sein mögen), sondern den Mord am Nächsten (im Sinne von Mitbürger). Die späteren Kriege Israels stehen also nicht im Widerspruch zu diesem Gebot.

Auch Selbstverteidigung ist kein Mord im Sinne dieses Gesetzes.

Krieg aus christlicher Sicht

Das als Hinweis vorweg. Außerdem möchte ich bei diesem Thema auf die drei folgenden grundsätzlichen Fragen eingehen:


Ist kriegerisches Töten unter bestimmten Bedingungen erlaubt?
Darf die Menschheit aus moralischen Gründen Krieg führen?
Kann die weltpolitische Entwicklung einen Krieg im Nachhinein rechtfertigen?


Auf diese Fragen gibt es unter Christen garantiert keine übereinstimmenden Antworten. Ich will darum ganz persönlich antworten:

Ich bin 1934 geboren und habe ich den 2. Weltkrieg sehr bewußt miterlebt. Ich erlebte die ersten Luftminenangriffe auf Berlin und die Ausbombung, die Vermißtenmeldung für meinen Bruder und erinnere mich gut an das Hangen und Bangen, bis sein Tod etliche Jahre nach dem Krieg feststand. Ich erlebte als Bombemflüchtling in Thüringen die Kapitulation, die Verhaftung meines Vaters 1948 und schließlich als l4jährige die Flucht in den Westen. Schließlich erlebte ich mich 1954 in England als verfemte Angehörige eines Volks von Mördern. Der 2. Weltkrieg und seine negativen Folgen für mein Leben ließen in mir schon sehr früh tiefe Abscheu gegenüber jeglicher Gewaltanwendung entstehen. Niemals kann das kriegerische Handeln an sich etwas Gutes schaffen, immer bewirkt es Schäden im Leben Unschuldiger.

In logischer Konsequenz meiner obigen Ausführungen kann meine Antwort nur uneingeschränkt "nein" sein. Warum?

Da ist das uralte Gebot "Du sollst nicht töten" (2.Mose 20,13)

Zugegeben, die Israeliten haben im Laufe ihrer Geschichte bis auf den heutigen Tag viel Blut fließen lassen, aber bei genauerem Hinsehen zeigt es sich, daß die Kriege im Alten Testament stets eine Folge ihres Ungehorsams gegenüber Gott und seinem Wort sind. Gott mußte sozusagen Kriege zulassen, um seinen Heilsplan mit dem Volk Israel zu realisieren.

Schon auf dem Weg von Ägypten ins Gelobte Land werden die Israeliten ermutigt:

Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein.
2.Mose 14,14


Und als Petrus Jesus mit der Waffe verteidigt, sagt Jesus zu ihm:

Stecke dein Schwert an seinen Ort, wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.
Matthäus 26,52


Und in der Bergpredigt stellt Jesus Gottes Willen zum Thema Gewalt unmißverständlich fest:

Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand Böses tut! Mehr noch: Wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dann halte auch die linke hin.
Matthäus 5,39


Dazu sollte man wissen, daß der Schlag auf die rechte Wange im Grunde nur eine Geste der Nichtachtung ist, keine körperliche Züchtigung (mit der rechten Hand auf die rechte Wange zu schlagen ist nicht möglich, man kann allenfalls mit dem Handrücken das Gegenüber zur Seite drängen). Das Hinhalten der anderen Wange bedeutet dann nichts anderes, als die Demütigung hinzunehmen, bis hin zum wirklichen Schlag.

Kann Kriegführung aus moralischen Gründen gerechtfertigt sein?

Ein amerikanischer Oberbefehlshaber würde diese Frage vermutlich ohne zu zögern bejahen (vgl. das Eingreifen auf dem Balkan oder das Unternehmen "Wüstensturm" 1991). Was aber stand wirklich hinter den hehren Zielen? Fürchtete man nicht in Kuweit um den Nachschub an Erdöl aus der Region?

Und was ist die Folge dieser "moralisch hochstehenden" Aktionen? Minenverseuchte Gebiete, verstrahlte Soldaten, Flüchtlingselend, bis heute leidende Mütter und Kinder im Irak, sinnlos zerstörte Städte und Dörfer auf dem Balkan.

Nein, moralische Gründe können und dürfen nicht Rechtfertigung für kriegerische Handlungen sein. Den "gerechten" Krieg kann es nach christlichem Selbstverständnis nicht geben. Jesus trat der bewaffneten Tempelwache mit offenen Armen entgegen. Er kannte die Geschichte seines Volkes und wußte, daß Gott für ihn streiten würde.

Die Geschichte der Christenverfolgung hat es immer wieder bewiesen: Die vermeintliche Ohnmacht der Märtyrer hat vielfältige Frucht getragen - ihre Gebete waren eine unschlagbare Waffe im Kampf gegen die antchristlichen Versuche, die in ihnen gegenwärtige Herrschaft Gottes auszuschalten. In unseren Tagen ist das Geschehen unter den Christen in China ein beredtes Zeugnis für diese "himmlische" Strategie.

Und damit komme ich zu einem entscheidenen Punkt: Ja, die aufrichtigen Jünger und Jüngerinnen Jesu befinden sich in einem permanenten "Kriegszustand". Sie werden angegriffen und gegebenenfalls verfolgt. Das ist ihnen jedoch von Jesus vorausgesagt worden (Matthäus 5,10 ff). Um in dieser geistlichen Auseinandersetzung zu bestehen, sind sie auf die Führung ihres Herrn angewiesen und da gilt heute noch "Der Herr wird für euch streiten". Wir haben die unschlagbare Waffe des Gebets - trauen wir uns, sie wirklich einzusetzen?

Kann die weltpolitische Entwicklung ein Kriegsgeschehen im Nachhinein rechtfertigen?

Zugegeben, die Entwicklung seit 1945 ist verblüffend: UNO-Menschenrechtskonvention, EU, weltweiter Trend zur Demokratisierung, Entstehung des Staates Israel, usw. Auf den ersten Blick hat die Menschheit aus ihren Fehlern gelernt und ist zumindest theoretisch gewillt, die Menschenrechte als Maßstab für ihr politisches Handeln zu akzeptieren.

Und dennoch - auf der weltweiten Skala war kein Jahrhundert so blutig wie das zurückliegende. Wieviel Blut mußte fließen, um einzusehen, daß das Ebenbild Gottes unantastbar ist und für alle verbindliche Rechte hat? Und wie lange wird diese Überzeugung andauern?

Ich denke, die Entwicklung seit 1945 kann nicht einen Toten des 2. Weltkrieges (Holocaust einschließlich) rechtfertigen. Wohl aber muß sich der Christ in Demut und Scham vor diesen Toten neigen und Gott für seine unermeßliche Güte und Geduld danken. Der Gott Israels ist ein gnädiger und barmherziger Gott, der Auferstehung schenkt, wo die Menschheit nur Vernichtung und Tod als Mittel politischer Wahl kennt - vorausgesetzt die Frevelnden erkennen ihr Unrecht und tun Buße, d.h. sie kehren um und sind bereit zu neuem Denken.

Dem Propheten Jesaja verdankt die Menschheit die herrliche Vision des Friedefürsten (Jesaja 9). Die ersten Christen erkannten in Jesus die Erfüllung dieser Vision und erwarteten den Anbruch der endgültigen Herrschaft des Friedefürsten, des Messias.
Seit Beginn der Menschheitsgeschichte haben wir versucht, den von uns Menschen selbst immer wieder zerstörten und gleichzeitig herbeigesehnten Frieden mit irdischen Waffen zu erkämpfen. Vielleicht ist mit der heute so allgegenwärtigen Erkenntnis, daß Krieg niemals friedenstiftend sein kann, dem messianischen Geist Jesu ein wichtiger Durchbruch gelungen.

Auch wenn die akuten kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt nicht gerade ermutigend sind - wir haben die Verheißungen im Alten und Neuen Testament, daß Christus unser Friede ist. Darum sollte jeder betende Christ den Mut haben, sich in Gedanken, Worten und Werken konsequent pazifistisch zu verhalten.

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Auge um Auge, Zahn um Zahn - purer Rachewahn?!

http://www.nikodemus.net/2303-Auge_um_Auge_Zahn_um_Zahn_purer_Rachewahn.htm

Gott im Wandlungsprozess?

Gelegentlich höre ich Formulierungen wie: „Der Gott, wie er im Alten Testament beschrieben wird“ oder „Der Gott der Liebe, wie er im Neuen Testament dargestellt wird“. Haben wir es mit zwei verschiedenen Gottesbildern zu tun? Man könnte fast den Eindruck bekommen, Gott hätte zwischen dem Alten Testament und dem Neuen Testament Urlaub gemacht und wäre verändert wieder zu den Menschen zurück gekommen.

Dabei legt die Bibel eindeutig ein anderes Zeugnis ab.
Sowohl im Alten Testament:
Ich der Herr, wandle mich nicht!
Maleachi 3,6

Als auch im Neuen Testament:
Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in alle Ewigkeit.
Hebräer 13,8


Damit bleibt die Frage natürlich sehr berechtigt: Wie passen die beiden sich scheinbar widersprechenden Aussagen „Auge um Auge“ und „liebt eure Feinde“ zusammen?

Geschichte ohne Gott

Ich möchte von vorne beginnen. Gott schuf den Himmel und die Erde. Er setzte den Menschen in das Paradies. Gott sah alles mit seinen Augen an und es war gut so. Eine perfekte Welt, nach dem Maßstab Gottes. Gott offenbart sein Wesen in der Schöpfung und Jesus ist der Urheber der Schöpfung.

Nach dem Sündenfall wurde alles anders: Der Mensch wurde aus dem Paradies vertrieben und war nun zum Teil sich selbst und seinem gefallenen Wesen überlassen. Gottes gute Schöpfung und damit sein Plan für den Menschen hat einen Riss bekommen. Der Mensch muss mit der Welt und seinen Mitmenschen selbst klar kommen. Das ging dann mit Kain und Abel gleich schief. Der erste Mord der Weltgeschichte war das Ergebnis menschlichen Handelns und Denkens.

Im letzten Jahrhundert hat die Menschheit mit dem Holocaust an den Juden ein trauriges Zeichen für das Handeln und Denken der Menschen gesetzt. Als Mahnmal wie es ist, wenn Gott nicht mehr der Herr sein darf bei den Menschen.

Die Geschichte hat gezeigt, was dabei herauskommt, wenn der Mensch selbst, ohne Gott, der Maßstab allen Denkens ist. Wenn der Mensch sein eigenes Reich baut. Am Anfang war die Welt in Einklang mit Gott, jetzt regiert der Mensch selbst. Diese Welt funktioniert nicht mehr nach dem Maßstab Gottes, sie braucht andere Regeln.

Modernes Altes Testament

Gott gibt dem Menschen Regeln, um ihn in dieser gefallenen Welt vor sich selbst zu schützen. Wenn Gott sagt: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“(2.Mose 21,24), dann ist das zum Einen ein Schutz vor Eskalation. Die Vergeltung wird auf das Maß der Tat begrenzt. Gleichzeitig ist diese Handlungsweise zutiefst menschlich: Vergeltung in dem Maß wie Schuld entstanden ist. Es entspricht dem Gerechtigkeitsempfinden des Menschen, so zu handeln. Selbst die moderne Justiz hat die sogenannte angemessene Vergeltung zu einer Grundlage der Entscheidung gemacht: Wenn ich am Auto eines anderen einen Schaden verursache, dann muss ich diesen Schaden in voller Höhe ersetzen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Dazu ist auch zu beachten, dass dieses Gebot nicht dafür gedacht war, dass der einzelne seine persönlichen Rachegedanken ausleben konnte. „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ galt als Grundlage für die Rechtssprechung durch Älteste und Richter. Im Regelfall wurde dieses Gesetz auch nicht wörtlich angewandt: Derjenige, der den Schaden verursacht hatte, musste ihn mit Geld oder ähnlichem wieder gut machen. Eigentlich also eine ganz „moderne“ Gesetzgebung und der damaligen Zeit in vielem voraus!

Wenn Gott Mose diese Vorschrift gegeben hat, dann nicht, weil er von seinem Charakter her so wäre, sondern weil die gefallene Welt jetzt nach menschlichem Denken funktionieren muss und nicht mehr so funktioniert, wie Gott sich das ursprünglich gedacht hat. Der Grundsatz dieser angemessenen Vergeltung entspricht den Regeln der gefallenen Welt.

Spielregeln für diese Welt

Derselbe Gott, der die Schöpfung perfekt erdacht hat, gibt dem Menschen das Gesetz, damit er in dieser gefallenen Welt eine Richtlinie hat, wie Leben gelingen kann. Es ist sogar ein theoretischer Weg das Heil zu erlangen, allerdings schafft das kein Mensch.

Ist das ein Widerspruch? Ich denke nein. Aus Liebe will Gott das Gute für den Menschen, selbst wenn der Mensch sich von Gott entfernt. Gott geht ihm nach und fragt: „Adam wo bist du?“ Gott sucht den Menschen, obwohl er sich von ihm entfernt hat. Schon da zeigt sich die Güte und Barmherzigkeit Gottes.

Das Gesetz war sozusagen der Erzieher der Menschheit und zwar bis zu dem Zeitpunkt, als Jesus auf der Weltbühne aufgetreten ist. Der Hebräerbrief erklärt den Zweck des Gesetzes. Zwei Beispiele dazu:
Das Gesetz ist nicht imstande gewesen, zur Vollkommenheit zu führen. An die Stelle jener Ordnung ist etwas getreten, was uns eine Hoffnung gibt, die alles Frühere in den Schatten stellt, und was uns einen ungehinderten Zugang zu Gott möglich macht.
Hebräer 7,19


Das Gesetz lässt also nur ein Schattenbild der künftigen Güter erkennen1, nicht deren wahre Gestalt. Mit seinen Jahr für Jahr dargebrachten und immer wieder gleichen Opfern kann es die, die vor Gott treten, niemals völlig von ihrer Schuld befreien
Hebräer 10,1

Gottes Barmherzigkeit und Heiligkeit

Das Gesetz ist ein Schatten dessen, was Gott dem Menschen zeigen möchte. Ansatzweise wird der Maßstab Gottes mitgeteilt. Auch im AT war die Rettung nur durch den Glauben zu erlangen. Mit Abraham wird das deutlich. Gott ist im Alten Testament der Gott der Gnade, das wird an vielen Stellen im Alten Testament deutlich. (2.Mose 22,26; 2.Mose 33,19; 2.Mose 34,6; 2.Chronik 30,9; Nehemia 9,17; Psalm 103,8; Joel 2,13 und viele mehr).

Gleichzeitig ist er ein Gott, der diejenigen nicht ungestraft lässt, die sich bewusst und dauerhaft von ihm abwenden oder gegen ihn sind. Wenn er ganze Völker getötet hat, dann deshalb, weil sie sich anderen Göttern zugewendet haben und auf seinen Ruf der Umkehr über Jahrhunderte hinweg nicht geantwortet haben (vgl. 1. Mose 15,16). Weil sie Gräueltaten begangen haben und ihre Kinder den Göttern geopfert haben usw. (vgl. 3.Mose 18,3, 3.Mose 18,21-999
Wie ist es im Neuen Testament? Genau so! Der Gott der Gnade wird in Jesus Christus ganz klar herausgestellt. Er lässt sich für die Sünden der ganzen Welt ans Kreuz schlagen und wird somit zum Erlöser für alle, die an ihn glauben. Das ist Gnade pur. Das ist die eine Seite der Medaille, die andere zeigt aber auch das ewige Verlorensein für alle, die nichts von ihm und seiner Gnade wissen wollen (Offenbarung 20,11-15; Offenbarung 16 usw.).

Das AT und das NT zeigen einen gnädigen Gott für die Menschen, die im Glauben an ihn leben und gleichzeitig einen vergeltenden Gott für alle, die nichts von ihm wissen wollen. Er ist der Gott der Barmherzigkeit, der den Menschen nachgeht und ihnen seine Liebe und Vergebung anbietet. Doch er zwingt niemanden, er schenkt den Menschen die Freiheit gegen ihn zu sein, sich von ihm abzuwenden. Denjenigen bleibt dann nur das Gericht, denn Gott ist ein heiliger und gerechter Gott. Wer sich seine Gnade nicht schenken lassen will, geht auf ewig verloren.

Neue Spielregeln für Gottes Welt

In der Bergpredigt erklärt Jesus seinen Jüngern das Prinzip des Reiches Gottes, die Feinde zu lieben. Hat er mit dieser Aussage aufgehört, Vergeltung zu fordern? Ich sage wiederum, nein! Paulus sagt:
Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: „Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr.“
Römer 12,19


Die Christen sollen keine Rache üben an denen, die an ihnen schuldig geworden sind. Gott ist derjenige, der Gerechtigkeit herstellen wird. Jesus redet hier nicht mehr von den Regeln der Welt, sondern von den Regeln des Reiches Gottes, zu dem alle Christen jetzt schon gehören. Das Prinzip der Welt und das Prinzip des Reiches Gottes sind unterschiedlich. Wer zum Reich Gottes gehört, kann sich nicht mehr entsprechend den Regeln der Welt verhalten. Das kommende Reich Gottes nimmt in Jesus seinen Anfang.

Fazit

Gott ist immer derselbe, er ist gnädig und barmherzig, gleichzeitig heilig und gerecht. Im Alten Testament ist verborgen, was im Neuen Testament enthüllt wurde, es entspricht jedoch denselben Prinzipien. Das Gesetz stellt nur einen Schatten der zukünftigen Wiederherstellung der Schöpfung dar, das Vollkommene wird in Jesus offenbart.

Gott zeigt uns in der Bibel eine fortlaufende Offenbarung seines Seins und seines Willens, entsprechend seines Heilsplanes für die Menschheit. Dabei widerspricht er sich nicht selbst, sondern enthüllt fortlaufend mehr von seiner Herrlichkeit. Auch heute wissen wir nicht alles. Erst wenn wir im „Schauen“ sind, wenn wir bei Gott sind, wenn Jesus auf der Erde regieren wird, werden wir die volle Erkenntnis über ihn haben.

Dann schließt sich der Kreis. Alles Geschaffene ist dann unter seine alleinige Herrschaft, das Böse wird in jeder Form vernichtet sein. Paradiesische Zustände werden herrschen. Gott regiert für alle sichtbar mitten unter den Menschen, als der König der Könige. Die Maßstäbe und Regeln der Welt sind dann nicht mehr nötig, sie sind Vergangenheit.

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